Interessante wirtschaftliche Entwicklungen weltweit

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    • Interessante wirtschaftliche Entwicklungen weltweit

      Da ja Wirtschaft mein Steckenpferd ist mach ich mal hier einen Thread auf, bei dem gerne allgemeine wirtschaftliche Themen eingestellt werden können. Zur Zeit ist für mich die Entwicklung USA/Mexiko von Interesse, da die zukünftige Politik von Trump auch sehr schnell ungünstig auf die Exportnationen DACH auswirken kann.

      Wenn man gesehen hat wie direkt Trump im Automobilsektor interveniert hat (Bau von Fabriken von Toyota und Ford in Mexiko) so kann einem als Exportnation Angst und bange werden, gerade bei dem Handelsbilanzdefizit das die USA mit DACH haben. Hier noch mal als Beispiel die Geschichte mit der Ford Fabrik:

      spiegel.de/wirtschaft/unterneh…nald-trump-a-1128446.html

      Bisher war Mexiko ja das land was am schwersten getroffen wurde und das geht nun munter weiter. Lassen wir uns überraschen was dann noch aus der Mauer zwischen den USA und Mexiko wird. Heute gab es bei Finanzen100 (Ableger von Focus aus dem Burda Verlag) eine schöne Zusammenfassung über die augenblickliche Situation vor Ort:

      finanzen100.de/finanznachricht…46_365824/?SOURCE=7000002

      "Schwere Krise in Mexiko: Nachdem Anfang Januar die Preise für Benzin und Diesel um 15 Prozent bis 20 Prozent nach oben geschossen waren, weil Präsident Enrique Pena Nieto die Liberalisierung dieses Marktes vorantreibt, kam es zu massiven Plünderungen in hunderten von Tankstellen und anderen Geschäften. Die Preiserhöhungen treffen vor allem jene Mexikaner mit niedrigen Einkommen. Dabei hatte Nieto 2015 versprochen, dass wegen seiner Finanz- und Energiereformen die Spritsteigerungen der Vergangenheit angehören würden. Umso wütender sind nun viele Mexikaner. Da half es auch nichts, dass Nieto gesagt hatte, die Erhöhungen seien „schmerzhaft“, aber „unvermeidlich.“ Dabei ist er ohnehin der unbeliebteste Präsident aller Zeiten.......Derzeit gehen mehr als drei Viertel aller Exporte Mexikos in die USA, wodurch 2015 ein Handelsbilanzüberschuss von 60 Mrd. Dollar entstanden war, der mehr als fünf Prozent der Wirtschaftsleistung Mexikos ausmacht. Nach Trumps Amtsantritt würde sich die Entwicklung der vergangenen Jahre aber umkehren, währenddessen die US-Unternehmen massiv in Mexiko investiert hatten. So machten die USA 2015 mehr als die Hälfte der ausländischen Direktinvestitionen in Mexiko von 30 Mrd. Dollar aus. Die ausbleibenden Investitionen aus den USA werden die mexikanische Wirtschaft schwer belasten, dabei kühlt sich das Wirtschaftswachstum ohnehin stark ab."

      Ich glaube Mexiko ist hier nur das erste Opfer, das wird noch alle Länder betreffen die einen Handelsbilanzüberschuss mit den USA erwirtschaften. Das Ganze kann bei weitergehendem Protektionismus (der nicht immer nur negativ sein muss) langsam alle Schwellenländer umreißen, wenn da nicht halbwegs mit Augenmaß rangegangen wird. Die Türkei wird durch den Devisenabfluss (gerade Richtung USA durch die bessere Zinsentwicklung dort) noch gehörige Probleme bekommen, Brasilien hat sie schon.

      Das werden noch sehr unruhige Zeiten werden. Die Schwellenländer sind jetzt die schwächsten Kettenglieder in der Liste der halbwegs entwickelten Länder und wenn bei denen die Devisenzuflüsse ausbleiben werden die dortigen Gesellschaften destabilisiert. Gerade im Fall der Türkei mag ich mir ungerne vor Augen führen welche Entwicklungen dann auf Europa zukommen können.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • ....und die Krise schwelt weiter. Die Notenbank muss zur Unterstützung des Peso gute Devisen auf den markt werfen:

      cash.ch/news/boersenticker-kon…s-devisenreserven-1031036

      STADT (awp international) - Mexikos Notenbank hat sich offenbar mit einem milliardenschweren Verkauf von US-Dollar gegen die Talfahrt des Peso gestemmt. In der vergangenen Woche verkaufte die Zentralbank laut einer am Dienstag veröffentlichten Statistik 1,82 Milliarden Dollar aus den Währungsreserven. Wie es weiter in der Veröffentlichung der Banco de Mexico hiess, schrumpften die Dollar-Reserven auf 174,7 Milliarden Dollar. Die Meldung konnte den Kurs der mexikanischen Währung im Handel mit dem Dollar am Nachmittag nicht nennenswert bewegen.

      Wenn Trump wirklich kommt und seine Pläne auch nur zu 50% umsetzt wird Mexiko binnen Monaten sturmreif geschossen. Blöd für den hohen %Satz an Mexikanern die heute schon nur an oder unter der (dortigen) Armutsschwelle leben. Das kann gesellschaftlich noch mal in einem Desaster enden.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Auszug aus unserem Unternehmens Report f Dezember in Bezug auf Mexiko.
      Wir vertreiben Engineering Lösungen und Analagenteile sowohl aus Europa als auch direkt aus USA nach Mexiko.

      "# Mexican manufacturers pointed to another growth slowdown in December, with business conditions improving at the weakest pace for just over three years. This largely reflected subdued demand patterns at the end of 2016, particularly in domestic markets. New business growth was the softest since September 2013, which resulted in slower job creation and a fall in production for the first time since August. PMI registered 50.2 in December, down from 51.1 in November and only fractionally above the neutral 50.0 threshold."

      Im operativen Geschäft liegt jedes größere Investment welches nicht unbedingt notwendig ist auf Eis oder muss 3 mal bestätigt werden.
      Geschäfte zu tätigen ist schwierig im Moment. Eines der größten Probleme ist die Ungewissheit welche die Leute nervös macht.
      Ich denke es ist fast wichtiger "das" und gar nicht so sehr "wie" Trump sich endlich wirtschaftspolitisch positioniert.

      Auf der anderen Seite ist Mexiko aber auch ein riesiger Absatzmarkt für die Amerikaner. Kaputt machen werden die den nicht, schon aus Eigennutz nicht!
      Und soziale Verferfungen werden die mE auch nicht riskieren.

      Interesante Zeit in der wir leben.
    • Ich denke nicht dass alles am Donald hängt. Sind wir doch ehrlich: Wenn eine einzelne Person die Wirtschaft ganzer Länder mit Worten ins Trudeln bringt oder ins Nirvana stossen kann war sowieso schon alles marode.

      @ Legend: Gier macht eben Blind und Taub...
      Auch aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden kann man Schönes bauen. - JWvG
    • @ Jaws, die meisten Staaten sind aber bereits so marode. Heute wird viel nur noch durch gegenseitige Versprechen zusammengehalten welche den Märkten / Investoren "Vertrauen" geben sollen.
      Und diese einzelne Person von der wir sprechen ist nicht irgendwer es ist der Präsi der USA und Repräsentant für "das wissen wir noch nicht so genau" ;)
    • Auch im Spiegel-Online ist Mexiko heute ein großes Thema:

      spiegel.de/politik/ausland/mex…rhoehungen-a-1129497.html

      "Zu alldem gesellt sich noch der künftige US-Präsident Donald Trump mit seinen Drohungen und Erpressungsversuchen. Die kürzlich abgesagte 1,6-Milliarden-Dollar-Investition des Autobauers Ford hat die Wirtschaft des Landes verunsichert und den Peso auf historische Tiefstände gedrückt. In den vergangenen zwei Jahren hat die Währung die Hälfte ihres Wertes gegenüber dem Dollar eingebüßt. Und Finanzexperten sehen noch kein Ende des Absturzes.
      Die reale Bedrohung von zurückgehenden Investitionen, Strafzöllen und Mauerbau wird durch eine diffuse Angst in der Bevölkerung verschärft. Die Mexikaner wissen zu gut, dass das ökonomische Wohlergehen ihres Landes entscheidend vom ungeliebten großen Bruder im Norden abhängt.
      80 Prozent aller mexikanischen Exporte nehmen die USA ab. Mehr als die Hälfte aller Direktinvestitionen kommen aus den Vereinigten Staaten. Macht Trump seine Drohungen gegen Mexiko wahr, dann könnte die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas in diesem Jahr in eine tiefe Krise rutschen. Die Weltbank senkte die Wachstumsprognose für 2017 für Mexiko am Dienstag auf 1,8 Prozent. Der Präsident der mexikanischen Zentralbank, Agustín Carstens, orakelt düster: "Trump kann zu einem Horrorfilm für Mexiko werden."
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Der Mauerbau zu Mexiko wird mit der näher rückenden Amtsübernahme von Trump immer aktueller. Hierzu gibt es heute in der Welt einen sehr guten Artikel:

      welt.de/politik/ausland/articl…nicht-fuer-die-Mauer.html

      Hier mal einige Kernsätze daraus:

      "Peña Nieto sagte, Mexiko werde „niemals etwas akzeptieren, das unserer Würde als Land und unserer Würde als Mexikaner zuwiderläuft“. „Es ist offensichtlich, dass wir einige Differenzen mit der nächsten Regierung der USA haben, etwa das Thema der Mauer, für die Mexiko natürlich nicht bezahlen wird“, sagte der mexikanische Staatschef."

      - da wird Trump kräftig drüber lachen. Er hat ja auch gesagt Mexiko wird bezahlen ggf. mit Abgaben. Wenn Importzölle aus den USA drohen wird es am Ende eine rein wirtschaftliche Aufrechnung wann bei Baukosten X sich welche Methode eher amortisiert. Direktzahlung der Bauarbeiten je nach Fortschritt oder vermutlich ein längerfristiges Abstottern (indirekt) über die Importzölle. In jedem Fall hat Mexiko wenig Chance sich dem zu entziehen (wenn es dazu kommen sollte), denn Mexiko ist ohne den US-Absatzmarkt pleite

      "Er kritisierte auch Trumps Drohung, für in Mexiko produzierte Autos von US-Unternehmen Einfuhrzölle von 35 Prozent zu erheben: Seine Regierung lehne jeden Versuch der Einflussnahme auf Investoren „auf der Basis von Angst und Drohungen“ ab, sagte Peña Nieto."

      - endlich werden mal Zahlen in den raum geworfen. Bei 35% Einfuhrzoll wäre die mexikanische Autoindustrie von heute auf morgen nicht mehr Konkurrenzfähig am US-Markt (zumindest die dort produzierten Wagen die in die USA exportiert und dort verkauft werden)

      "Mexikos Regierung ist nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, zwischen 200.000 und 600.000 mexikanische Einwanderer aufzunehmen, denen die Zwangsabschiebung droht."

      - Auch das würde Mexiko weit zurück werfen. Zwar wurden solche zahlen schon 2008 erreicht, das war aber nur eine vorübergehende Episode. Bei einer wirklichen Schließung hätte Mexiko neben dem Unterbringungsproblem auch das Problem das dann massiv Devisen wegbleiben würden und zwar die Menge die die mexikanischen Arbeiter in den USA die die Familien daheim in Mexiko überweisen und das sind Milliarden.

      Für mich ist diese Mauer, sollte sie denn kommen, dann auch ein Symbol und zwar ein mächtiges Symbol. Es würde eine Phase des Protektionismus einläuten, nicht nur wirtschaftlich sondern das wieder eine Rückbesinnung auf die Landesgrenzen und Staatszugehörigkeiten erfolgt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies Schule machen würde in der Welt und dann wieder mehr Egoismus im staatlichen Sinne in der Politik Einzug halten würde. Ob das gut oder schlecht ist mag jeder für sich selber entscheiden aber als Fazit steht für mich am Ende: mit Trump könnte das Ende oder zumindest eine Pause in der Globalisierung eingeläutet werden.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Im Grunde haben die USA mit den Mexikanern (Latinos) das selbe Problem wie wir hier mit den Zuwanderern aus dem Balkan.
      Der Süden spricht bald mehr Spanisch wie englisch. In Maiami ist Spanisch die meissgesprochene Sprache. So um die 70% habe ich im Kopf. Auch dort gibt es viele Leute die dem nicht tatenlos zusehen wollen. So unterschiedlich sind wir hier nicht....

      Auch die wirtschaftlichen Ideen von Trump sind nicht von der Hand zu weisen. Arbeitsplätze im eigenen Land vernichten, im günstigen Ausland produzieren, die Arbeiter dort kann man noch mehr runterdrücken und mit noch weniger Rechten ausstatten, und den Gewinn wieder im Ursprungsland abschöpfen.
      Versteuert wird dort nichts da der Hauptsitz dann irgend wo auf der Welt ist.
      Wie zum Beispiel Google oder Starbucks die in der Schweiz (Finaztechnischer Sitz) auch keine Steuern bezahlen usw.
      Eine riesen Sauerei die im Zuge des Steuerwetkampfs durch die Regierungen gedulet wird. (Nennt sich Wirtschaftskrieg)

      Nun, die Wirtschaft läuft so und wird auch weiter so laufen bis die Wirtschaft zusammenbricht.
      Aber ich finde es wichtig dass man nicht alles als gottgegeben hinnimmt sondern hinterfragt und nach anderen Wegen sucht.

      Wenn die Gier gewisser Menschen nicht so unermesslich wäre hätten alle genug zum leben.
      Das nie genug bekommen ist ein Hauptgrund der ganzen Misere, weltweit.

      Mal schauen was Trump am Ende wirklich durchbringt.

      Gruss, Worber
      Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn.
    • Neben Mexiko geht es auch einem weiteren Schwellenland zur Zeit an den Kragen: der Türkei.

      Dann haben wir jetzt auf der Lister der Abschusskandidaten: Brasilien, Mexiko und die Türkei. Alle aus anderen gründen, aber diese Exportmärkte werden für die deutsche Wirtschaft erst einmal geringere Absatzzahlen mit sich bringen. In Summe kann das dann auch schön auf uns zurückschlagen.

      Hierzu schreibt der Focus:

      focus.de/finanzen/news/tuerkei…-im-chaos_id_6483577.html

      "Wegen politischer Turbulenzen und Terroranschlägen ziehen Anleger scharenweise ihr Geld aus der Türkei ab. Jetzt führen ehrgeizige Pläne von Staatschef Recep Tayyip Erdogan zu noch mehr Verunsicherung - und treiben die Lira auf immer neue Rekordtiefs. Die Notenbank sieht machtlos zu.
      Seit Jahresbeginn rauscht die Lira immer schneller bergab. Wertverluste von mehr als zwei Prozent an einem Tag sind keine Besonderheit, am Mittwoch war die Währung so schwach wie nie zuvor. Inzwischen müssen die Türken mehr als vier Lira hinblättern, um einen Euro zu erhalten - noch im Sommer waren es kaum mehr als drei Lira.....
      Das Problem aber ist: Höhere Leitzinsen drohen die türkische Wirtschaft noch weiter abzuwürgen. Deshalb sitzt Erdogan den Währungshütern im Nacken. Bereits mehrfach hat der Staatschef sogar Zinssenkungen gefordert.
      Zwar stellt er offiziell die Unabhängigkeit der Notenbank nicht infrage. Als Präsident habe er aber das Recht zur Kritik. "Denn ich bin es, der vor seinem Volk die Ohrfeige abbekommt, nicht der Notenbank-Bürokrat", so sein Argument......Zu allem Überfluss hat die Türkei schon lange mit einem chronischen Leistungsbilanzdefizit zu kämpfen. Seit der Jahrtausendwende exportiert das Land fast kontinuierlich viel weniger als es importiert. Das macht die Türkei besonders verletzlich bei einer Talfahrt der Währung, denn diese macht Importe teurer.
      Das heizt die Inflation an, zuletzt lag die Teuerungsrate bei satten 8,5 Prozent. Für die Türken bedeutet das: Bei gleichem Geld im Portemonnaie landet weniger in der Einkaufstüte"

      Ich sehe hier die Gefahr, dass Erdogan ja nur wegen der gut florierenden Wirtschaft sich in seine heutige Position bringen konnte. Der Lebensstandard ist dort in den letzten Jahren extrem angestiegen, aber halt auf Pump (man schaue sich nur die Verschuldungsraten der Türken auf Kreditkarten an). Wenn jetzt dort die Wirtschaft abkackt, Erdogan aber schon ein Präsidialsystem installiert hat und dann das Volk anfängt sich gegen den Alleinherrscher zu stellen weil der Lebensstandard sinkt, dann ist dort (neben anderen Faktoren) einem gesellschaftlichen Gewaltausbruch Tür und Tor geöffnet.

      Ich will mir lieber nicht vorstellen wie es dann mit Punkten wie Grenzsicherung, Auswanderung in noch wirtschaftlich starke Gebiete innerhalb der EU, weiterer Zerfall von Macht-Strukturen im Nahen Osten etc. aussehen wird.

      Ich persönlich sehe im Augenblick die Bedrohung durch einen Black Swan der aus den Schwellenländern kommt als wesentlich stärker an als die Problematik der Nord- und Südschiene des Euros, obwohl das ja auch munter weiter köchelt.

      Spannende Zeiten.....
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Hier mal einige Aussichten für 2017 von Friedrich und Weik:


      Von Matthias Weik und Marc Friedrich Italien

      Italien liegt volkswirtschaftlich gesehen nach wie vor am Boden. Es ist hinlänglich bekannt, dass Italien bis zum Beitritt zum Euro lediglich dank seiner Weichwährung ökonomisch überlebensfähig war. Auf Grund von kontinuierlichen Abwertungen blieben italienische Waren auf den Weltmärkten konkurrenzfähig. Zwischen 1971 und dem Euro-Start verlor die italienische Währung zur D-Mark weit mehr als 80 Prozent. Im Korsett des Euros ist eine Abwertung und folglich ein Päppeln der eigenen Wirtschaft ohne schmerzhafte Reformen durchzuführen, nicht mehr möglich.
      Zweifellos geht es dem Land heute wesentlich schlechter als vor der Einführung des Euros. Die Staatsverschuldung liegt mittlerweile bei 137 Prozent. Das Land bekommt seine grassierende Arbeitslosigkeit nicht in den Griff. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt mittlerweile über 40 Prozent und die Gesamtarbeitslosigkeit liegt bei 12,6 Prozent. Die Wirtschaft darbt weiter und die Industrieproduktion des Landes stagniert auf dem Niveau von 1986. Damit lassen sich keinesfalls die Schulden von 2016 bezahlen.

      Italiens Banken stehen nach wie vor mit dem Rücken zur Wand. Mehr als 360 Mrd. Euro an faulen Krediten haben die italienischen Banken in ihren Büchern, 198,922 Milliarden Euro davon mit mehr als 90 Tage im Zahlungsverzug. Die Bank Monte dei Paschi, das drittgrößte Kreditinstitute Italiens sowie die älteste noch existierende Bank der Welt, steht vor immensen Problemen und wird entgegen der EU Gesetze verstaatlicht.
      Von knapp 110 Milliarden Euro Kreditvolumen gelten laut EZB mindestens 47 Milliarden als akut ausfallgefährdet. Das Referendum im Dezember ist nicht im Sinn der Regierung und der EU ausgegangen. Ministerpräsident Matteo Renzi ist nach dem Scheitern seiner Verfassungsreform zurückgetreten.

      Prognose für Italien für 2017


      Italiens Banken werden in Kürze die Hand nach frischen Geld aufhalten müssen. Ob das Geld vom italienischen Steuerzahler kommt ist noch nicht klar. Wir gehen jedoch davon aus, dass genau das geschieht und eben nicht die Gläubiger zur Kasse gebeten werden. Bei Monte dei Paschi wurde die Bankenunion schon innerhalb kürzester Zeit ad absurdum geführt.
      Wir prognostizieren jetzt schon, dass immer neue Milliardenlöcher bei der Bank und bei anderen Geldinstituten gefunden werden. Das letzte Referendum hat ganz klar bestätigt, dass es auch zukünftig in Italien keine tiefgreifenden Strukturreformen geben wird. In Italien gab es seit 1948 insgesamt 60 Regierungen und bald wird es wieder eine neue Regierung - wir gehen von baldigen Neuwahlen aus. Wir gehen davon aus, dass bei diesen Neuwahlen die Euro- und EU-feindlichen Parteien als Sieger hervorgehen.
      Im Falle eines Wahlsieges der 5-Sternebewegung und einer starken Lega Nord ist von einem Referendum bezüglich eines Euroaustritts Italiens auszugehen. Gegenwärtig sehen wir die Chance als extrem hoch an, dass sich die Italiener in diesem Falle für einen Austritt aus der Eurozone entscheiden. Die Implikationen eines solchen Austritts möchte sich heute weder jemand in Rom, Brüssel, Berlin noch bei der EZB in Frankfurt vorstellen.

      Frankreich


      Die Wirtschaftsmacht Nummer zwei in der Eurozone unser wichtigster Partner und Absatzmarkt in Europa kommt - nicht auf die Beine. Ebenso wie die Italiener haben auch die Franzosen ihrer Währung fleißig abgewertet um Wettbewerbsfähig zu bleiben. Allein zwischen 1971 und 1989 verlor der Französische Franc mehr als die Hälfte seines Wertes.
      Tiefgreifende Strukturreformen sind im Lande des „savoir-vivre“ dringend erforderlich jedoch von der Bevölkerung genauso wie in Italien nicht erwünscht. Das französische Arbeitsgesetz („Code du Travail“) regelt auf knapp 4.000 Seiten von Toilettenpausen bis zur Größe der Bürofenster so ziemlich alles. Folglich ist der Arbeitsmarkt des Landes entsprechend starr und international nicht konkurrenzfähig.
      Der Euro ist für Frankreich genauso wie für Italien viel zu stark. Die volkswirtschaftlichen Eckdaten zeigen den desaströsen Zustand des Landes schonungslos auf. Die Industrieproduktion liegt nach wie vor auf dem Niveau von 1995. Die Verschuldung liegt mittlerweile bei 2,17 Billionen Euro. Das sind 98,4 Prozent des BIP. Bereits 2013 haben die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitsch Frankreich das Spitzenrating aberkannt.
      Das Land hat auch 2016 seine Arbeitslosigkeit nicht in den Griff bekommen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 24 Prozent. Nur wenn sich Frankreich reformiert und wieder auf die Beine kommt, kann die Euro-Zone langfristig existieren. Dies sehen wir gegenwärtig jedoch nicht.

      Prognose für Frankreich für 2017


      In Frankreich wird am 23. April 2017 ein neuer Präsident bzw. eine neue Präsidentin gewählt. Es ist davon auszugehen, dass es zu einer Stichwahl am 7. Mai 2017 kommt. Sollte sich die wirtschaftliche Lage in Frankreich nicht verändern – wovon wir nicht ausgehen - dann ist ein Wahlsieg Marie Le Pens vom Front National keineswegs abwegig. Dieser Wahlsieg wird dann Europa vollends auf den Kopf stellen und das schleichende Ende der EU und des Euros endgültig einläuten.

      Griechenland ist bankrott und wir sehen unser Geld nie mehr


      Griechenland ist nach wie vor pleite! Es wird von höchster Ebene seit Jahren nichts weiter als Insolvenzverschleppung betrieben. Wir werden das Steuergeld für die „Griechenlandrettungspakete“ nie wiedersehen, das sollte uns allen klar sein. Bei der letzten Tranche für Griechenland, Ende Oktober 2016, in Höhe von 2,8 Milliarden Euro, war es eigentlich Bedingung, dass der IWF sich an dieser ebenfalls beteiligt.
      Der IWF hatte sich jedoch mit der Begründung verwahrt, dass Griechenland niemals in der Lage sein wird, seine Schulden zurückzuführen. Kein Politiker konnte uns bisher erklären, wie das bankrotte Griechenland das Geld jemals zurückzahlen kann, wenn nicht einmal Deutschland – als Exportweltmeister mit Rekordsteuereinnahmen im Zuge einer Niedrigzinsphase - es schafft, seine Schulden zu bezahlen. Es ist an der Zeit aufzuhören, gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen.
      In Griechenland bekommen, laut der Athener Zeitung "Ta Nea" unter Berufung auf Daten des statistischen Amtes (Elstat), 90 Prozent der Arbeitslosen heute kein Geld mehr vom Staat. In mehr als 350.000 Familien hat niemand einen Job. In Griechenland gibt es Arbeitslosengeld maximal ein Jahr lang.
      Anschließend gibt’s es nur noch für ein weiteres Jahr eine monatliche Unterstützung von 200 Euro. Wer danach keinen Job findet erhält kein Geld mehr. Auf Grund der dramatischen Lage am Arbeitsmarkt haben in den vergangenen sechs Jahren mehr als 300.000 gut ausgebildete Menschen das Land verlassen. Ein Land ohne Jugend ist jedoch ein Land ohne Zukunft.

      Prognose Griechenland


      Griechenland wird auch in Zukunft am Tropf der EU hängen. In Griechenland wird es wirtschaftlich weiter bergab gehen. Die Privatisierung von Volkseigentum wird weiter voranschreiten. Weiterhin werden viele junge Menschen mangels Perspektiven ihr Land verlassen. Einen Austritt aus der EU sehen wir für 2017 nicht.
      Wir gehen davon aus, dass der bitter notwendige Schuldenschnitt/Erlass für Griechenland spätestens nach der Bundestagswahl kommen wird, da das Land niemals seine Schulden bezahlen kann.
      _________________________

      Wie ich finde eine sehr logische Sichtweise auf die Gegebenheiten, aber ich persönlich gehe davon aus, dass die EZB und Brüssel Alles tun werden auch nur ein Szenario davon wahr werden zu lassen, obwohl die Schlussfolgerungen der beiden Autoren eintreten müssen, wenn nicht von polititischer Ebene so viele Gesetze gebrochen und der Markt so manipuliert werden würde.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Wir steuern also auf eine neue (eigentlich war die alte nie wirklich weg) Bankenkrise zu, oder?
      Persönlich frage ich mich, ob ich mich jetzt noch rasch von meinen Bankaktien trennen sollte?
      Das Geld ist vermutlich besser in physischem Edelmetall oder selbst Cash besser aufgehoben.

      Bzgl. der restlichen Wertpapiere muss ich mir noch Gedanken machen auch im Rückblick was passierte
      in verschiedenen Branchen während der letzten Krise.

      Der 23.04. bzw. 07.05. werden Schlüsseldaten für die Eurozone / den EURO.
      Die Folgen sind nicht absehbar. Vermutlich einige Zeit Verunischerung (ähnlich beim Brexit) und dann 2 oder 3 Jahre Auflösung oder Umstrukturierung der Eurozone.

      Die in ganz Euroland vorhandenen Schulden werden wohl nur über Inflation oder Schuldenschnitte zu lösen sein.

      2017 könnte, ob der wirtschaftlich / politischen Folgen unruhig werden.
    • Bärti schrieb:

      ...Es ist hinlänglich bekannt, dass Italien bis zum Beitritt zum Euro lediglich dank seiner Weichwährung ökonomisch überlebensfähig war. Auf Grund von kontinuierlichen Abwertungen blieben italienische Waren auf den Weltmärkten konkurrenzfähig. Zwischen 1971 und dem Euro-Start verlor die italienische Währung zur D-Mark weit mehr als 80 Prozent. Im Korsett des Euros ist eine Abwertung und folglich ein Päppeln der eigenen Wirtschaft ohne schmerzhafte Reformen durchzuführen, nicht mehr möglich...
      Ich glaube nicht daran, dass die Abwertung der Währung eine grundsätzliche Lösung für wirtschaftliche Probleme sein kann und eine stabile Währung einer Wirtschaft schadet. Bestenfalls ist der Wechselkurs ein Werkzeug aus einem ganze Werkzeugkasten an wirtschaftspolitischen Möglichkeiten.
      Für mich ist der Euro nur ein billiger Sündenbock, um von all den anderen Versäumnissen abzulenken.

      Venezuela hat eine windelweiche Währung und dennoch hilft das dem Land nicht weiter (ganz im Gegenteil).

      Griechenland hätte massiv vom Euro profitieren können (und hat es auch viele Jahre lang, das wird nur gerne vergessen), nur haben sie das völlig falsche daraus gemacht, nämlich gigantische Schulden angehäuft, einen aufgeblähten Staatsdienst und teils absurde Löhne die in Relation zur Produktivität weder im europäischen noch im internationalen Vergleich konkurrenzfähig sind.

      Ein bisschen so wie die Leute, die den 6er im Lotte gewinnen, in 2 Jahren alles verprassen und dann mit einem riesigen Schuldenberg da stehen und alle Schuld auf den Lottogewinn schieben, wenn der Ferrari gepfändet wird. Wie wenn es grundsätzlich was schlechtes wäre, plötzlich 1 Million extra zu haben.

      Die tatsächlichen Probleme ehrlich analysieren wäre der erste Schritt um eine Lösung für die Zukunft zu finden. Das Gerede um den Euro lenkt davon nur ab.

      Ich habe sehr große Zweifel, dass es z.B. für Italien in irgendeiner Weise sinnvoll wäre aus dem Euro auszusteigen und die neue Lira einzuführen und dann erstmal einen massiven Kurssturz zu erleben (es ist ja keineswegs so, dass Italien dann die Kontrolle über den Wechselkurs hätte, den bestimmt der Markt).
      Auch für Griechenland wäre eine eigene Währung vermutlich der sofortige Weg in den nächsten Staatsbankrott, aber bei Griechenland besteht der Reiz immerhin darin, dass der Rest der Eurozone dieses Land los wäre, das derzeit leider ein nicht zu stopfendes Loch ist...

      Ein kleiner Lichtblick ist, dass es immerhin mit dem Tourismus wieder aufwärts geht: zeit.de/news/2016-09/15/touris…iechenland-boomt-15100602

      Viele südliche Länder sind als Reiseziel heute erheblich unsicherer als vor 10 Jahren, das bietet zumindest eine Chance für Griechenland. Vielleicht finden sich ja noch ein paar andere gute Ideen für einen Neuanfang...

      Ein Teilschuldenerlass erscheint unumgänglich, aber damit anfreunden könnte ich mich nur, wenn es dann eine glaubwürdige Perspektive für danach gibt und nicht nach 5 Jahren wieder ein paar hundert Milliarden nötig sind um Griechenland am Leben und in der Eurozone zu halten.


      Das Problem mit Grafiken zu dem Thema ist, dass die meistens bei 2007 oder 2008 beginnen am Höhepunkt der Finanzmarktblase und da sieht man dann den starken Absturz der PIIGS, andererseits haben diese Länder idR auch ein starkes Wachstum zu Beginn ihrer Euromitgliedschaft hingelegt.

      Hier mal das BIP der europäischen Länder als Kaufkraftstandard in Relation zu Deutschland = 100%.
      Das habe ich aus einem eher kritischen Artikel entnommen (notgedrungen, hab nix anderes gefunden), man kann also davon ausgehen, dass die Darstellung nicht geschönt ist...





      Quelle: querschuesse.de/konvergenz-in-der-eu-welche-konvergenz/


      Ich vermag aus diesen Grafiken nicht abzuleiten, dass die EU oder der Euro den europäischen Ländern in Relation zu Deutschland im Verlauf der letzten 20 Jahre geschadet hätte. Klar gibt es hier oder da mal ein paar Prozent Abweichung, aber wäre der Euro Schuld oder wäre die EU was Übles, von der nur Deutschland profitiert, dann würden diese Grafiken mMn vollkommen anders aussehen...


      MfG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

    • Mein Güte wir haben die Längste Wirtschaftskrise seit der Industriellen Revolution, in den Südländern inklusive F gibt es eine Massenarbeitslosigkeit unglaublichen Aussmasses, ein ganze Generation ist dabei ohne Arbeit auf zu wachsen und dazu sind diese Länder bis über den Kopf verschuldet ohne die Möglichkeit zu haben je diese Schulden zurück^k zu zahlen und die siehst hier kein Problem ?
      Das kann doch nicht war sein.

      Der Euro hat den Südländern billiges Geld beschaffen was sie ausgegeben haben in einer Wirtschaft die nie und nimmer die Kompetitivität von Deutschland haben wird.
      Wenn es in 100 Jahren nicht möglich war und die Wechselkurse haben das in den letzten 100 Jahren überdeutlich gezeigt wird es auch heute nicht möglich sein. Der beste Beweis diese Länder gehen in einer Arbeitslosigkeits Spirale unter und die Deindustrialisierung schreitet mit Riesen Schritten vorwärts. Bald bleibt denen effektiv nur der Tourismus, aber das wird vorne und hinten nicht reichen.

      Und was die Staatsbankrotte betrifft, diese Länder sind Bankrott endgültig nie und unter keinem Wirtschaftswunder der Welt wo man nicht den Anfang einer Idee sieht könnte denen genug Cashflow geben um sich zu entschulden.
      Wenn übrigens Deutschland das in Geld schwimmt es nicht hinkriegt wie sollen es bitte diese Länder hinkriegen.

      Der Euro ist einer der grossen Katastrophen die über Europa gekommen ist, nur diese ist eben nicht kriegerisch, könnte aber in so etwas münden.
      Und es ist billig sich hin zu stellen und zu sagen die Italiener sollte so wie die Deutschen wirtschaften, könne sie nicht, das ist die Hochnäsigkeit mit der man versucht alle Nationen in einen Pott zu werfen und denen die nicht schwimmen können zu sagen selbst schuld,
      Natürlich ticken Griechen, Italiener oder Franzosen anders, Korruption, Schlamperei, überbordende Gewerkschaft, defizitäre Lehrlingsausbildungssysteme und und tragen dazu bei das diese Länder Nie mit einem Land wie Deutschland ohne Devaluation auf Augenhöhe konkurrieren können. Und genau das passiert heute. Wobei der Witz ist Deutschland finanziert den Konsum den sich die Südländer nicht leisten können über die Staatsanleihen die nie zurückbezahlt werden und den Target salden.
      Ist in etwa wie der Weinhändler der sich über seinen tollen Umsatz freut und den Pennern aber das Geld leiht um sich bei ihm mit Alkohol ein zu decken.

      Langsam merkt es ja auch der letzte Ökonome das es keinen anderen Ausweg gebe wird als den Euro zu zerschlagen und den Ländern die Schulden zu streichen.

      Je länger man damit zuwartet je katastrophaler wird der Preis sein. Wenn bei den nächsten Wahlen, Le Pen in Frankreich, die 5 Sterne in Italien und Wilders in Holland gewinnen, sollte sich niemand wundern.
    • Aus dem letzten Forum habe ich gelernt das es nichts bringt, ewig hin und her zu diskutieren, daher nur noch eine Antwort:

      Die Grafiken oben zeigen ja wie es ist. Die EU hat den meisten anderen Ländern Wohlstand gebracht und es gibt keinen signifikanten Unterschied ob Euro oder kein Euro. Griechenland ist ein Sonderfall, dass die ohne Euro und ohne EU heute nicht pleite sondern wohlhabend wären, wäre in meinen Augen aber eine sehr steile These.
      Du magst eine andere Meinung zu EU und Euro haben, die ist deswegen auch nicht "richtiger", sondern es ist halt Deine Meinung.

      Ich glaube, dass der seit Jahren schon unmittelbar bevor stehende Euro und EU Zerfall einfach so ein typische Wunschvorstellung des "outsiders" ist. (zum Zeitpunkt meines Beitrags bestehen 4 von 4 der likes zu Deinem Beitrag von Schweizern.) Ich nehme an, weil das halt ganz besonders viel Spaß macht über den Kollaps der anderen zu diskutieren, da fühlt man sich gleich überlegen und besser, weil man selber nicht zu den Dummen dazu gehört.
      Das haben wir Deutsche ja auch, wenn wir seit Jahren schon darüber philosophieren, dass die USA doch angeblich unmittelbar vor dem Kollaps steht.

      Wenn ein Land nicht konkurrenzfähig produziert gibt es andere Methoden als die Währung abzuwerten, nämlich entsprechend geringere Löhne zu zahlen. Das läuft für den Arbeitnehmer beides auf dasselbe hinaus. Für die Wirtschaft bleibt aber der Vorteil des einheitlichen Währungsraums.

      Bzgl. Wahlen wundert mich heute leider nichts mehr: Wenn LePen, Wilders, 5 Sterne und AfD "gewinnen", dann geht Europa halt vor die Hunde. Ich sehe da keine Möglichkeit das zu verhindern, gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Die türkischen Wähler wählen sich auch sehenden Auges einen neuen Sultan herbei und die Russen einen Zaren und die amerikanische Arbeiterklasse einen Trump und das alles ganz ohne EU und Euro. Ich habe schon lange aufgegeben das verstehen zu wollen...

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    • Du redest von PIB und ich über was die Leute wirklich bewegt nämlich ob sie eine Arbeit haben und ob sie davon leben können. Bei 40% Jungend Arbeitslosigkeit und einer Desindustrialisierung wie es sie noch nie gegeben hat, stellt man sich übrigens Fragen über die Aussagekraft des PIB.
      Denn das sind die Faktoren die politisch die nächsten Jahrzehnte bewegen wird. Wem der Brexit als Schuss noch nicht laut genug war, der wird noch mehr erleben.

      Insofern ist es nicht eine Meinungsfrage sonder worüber man redet.

      Das es zwei Wege gibt ein Land konkurrenzfähig zu machen, das stellt ja niemand in Frage. Nur das Problem ist wenn die REALITäT in beinah 10 Jahren einem zeigt das der Weg über die innere devaluation nicht funtionniert, dann muss man einfach das zur Kentniss nehmen und auch acceptieren die Theorie und die Wirklichkeit stimmen nicht überein.

      Und da komme ich und sage es gibt soziale Konstanten die kann man nicht durch einen einfaches Willensakt ausradieren.

      Dazu kommt das man zb die Italienische Vereinigung als sehr gutes Beispiel hat das selbst nach über 200 Jahre Ökonomisch zwei sozial nicht zusammengehörende Einheiten auch heute noch Ökonomisch auseinander driften.

      Für die Wirtschaft ist effektiv die Abwesenheit des Wechselkurs Risiko ein Vorteil. Aber genau für welche Wirtschaft ? Die Griechische, die Italienische oder doch die deutsche Und was für die Wirtschaft gut ist ist nicht unbedingt für die Menschen gut.