Hund hat Gift erwischt...

    • Trauriger Anlass für den Reminder!
      Im Wald (Hochvogesen) kommt sowas ja nicht vor (Rattengift auslegen),
      aber wenn wir in Stuttgart sind denke ich auch oft an so Sachen.
      Unser Labimix würde sich auch noch Wurst mit Rasierklingen runterwürgen.......
      Wenn mir so eine Sau mal über den Weg laufen sollte... :cursing: :evil: X(

      Ich schau halt öfters mal so Seiten wie Giftköderradar oder Doogs.de/Giftköder an,
      daß hilft den Aktionsraum der Giftmörder besser einzuschätzen.

      Gruß
      Hatz
    • Schöne ScheiBe, so was! Mein Mitgefühl an deinen Freund - ich kann mir ungefähr vorstellen, wie das ist...

      Ich habe - um in der Not helfen zu können - Ka-Vit-Tropfen (Vitamin K - der Antagnonist zu Strychnin) gebunkert. Allerdings nur für Notfälle - wenn man es rechtzeitig bemerkt ist der Gang zum Tierarzt die einzige Rettung (da dieser das Vitamin K intravenös verabreichen kann, und es somit viel schneller wirkt).

      Leider (ich führe ja auch einen Retriever) ist es aussichtslos bzw. blauäugig, den Hund dahingehend zu trainieren, dass er nur auf Kommando frisst - das funktioniert maximal auf Sichtweite.

      Wir können daher nur hoffen, dass uns niemand einen Giftköder über den Zaun wirft (so wie es einer Bekannten leider schon ergangen ist)...


      PS: Manchmal nehmen die Vierläufer das Gift auch indirekt - z.B. über verendete Nager - auf. Daher bieten auch die Röhren keinen 100%-igen Schutz (sind aber natürlich viel besser als gar nix).
      LG,

      Maresi
    • Maresi schrieb:

      Ich habe - um in der Not helfen zu können - Ka-Vit-Tropfen (Vitamin K - der Antagnonist zu Strychnin) gebunkert. Allerdings nur für Notfälle - wenn man es rechtzeitig bemerkt ist der Gang zum Tierarzt die einzige Rettung (da dieser das Vitamin K intravenös verabreichen kann, und es somit viel schneller wirkt).
      Fast richtig... ;)

      Bei den in Rattengift verwendeten Wirkstoffen handelt es sich heutzutage nämlich NICHT MEHR um Strychnin, sondern um sogenannte Cumarinderivate. Also um Wirkstoffe, welche im Körper von Säugetieren oder Vögeln die Produktion von wichtigen Gerinnungstoffen blockieren, indem sie (vereinfacht gesagt) die Aufnahme von Vitamin K blockieren.
      Als Gegenmittel (Antidot bzw. Antagonist) gibt man Vitamin K.

      Strychnin wurde früher allerdings als Rattengift verwendet. Als Antidot würde man Physostigmin verwenden.

      Die Terrierhündin des Freundes von @Varminter hatte vermutlich kein Gift gefressen, sondern etwas das z.B. Glasscherben oder zerkleinerte Rasierklingen enthielt. Das würde erklären, warum sich der Darm der Hündin "praktisch aufgelöst" hat. ;(

      Da ich selber ein Hundeliebhaber bin, macht mich das Schicksal der Terrierhündin aber trotzdem sehr traurig... ;( ;( ;(
    • Moin @ll,

      ein sehr trauriger Anlass für den Reminder - in der Tat.

      Ich möchte noch auf etwas anderes hinweisen, was leider hin und wieder in meiner Region von Tierquälern praktiziert wird:

      Es werden Naturschwammstücke gebraten und für Hunde ausgelegt bzw. über den Zaun geworfen!

      Diese "knubbeln" sich wohl beim Bratvorgang zusammen und riechen für den Hund sehr attraktiv (ein wenig Knoblauch mit ins Bratfett, steigert die Attraktivität). Nimmt der Hund diese Köder auf so quellen sie im Magen des Vierbeiners auf und das Tier verendet, kommt es nicht sehr schnell aud den OP-Tisch, elend.

      Der letzte Vorfall dieser Art ist in meiner Region einige Jahre her, aber der Täter wurde nicht gefasst...

      Also Augen auf, wenn der beste Freund nachts im Garten auf einmal schmatzt und kaut...

      Be prepared!

      Christian,

      in dessen Familie es auch mal mit einem Vierbeiner wegen eines Giftköders "Knopf auf Spitze" stand, aber glücklicher weise gut ausging...
    • Elchdoktor schrieb:

      Bei den in Rattengift verwendeten Wirkstoffen handelt es sich heutzutage nämlich NICHT MEHR um Strychnin, sondern um sogenannte Cumarinderivate. Also um Wirkstoffe, welche im Körper von Säugetieren oder Vögeln die Produktion von wichtigen Gerinnungstoffen blockieren, indem sie (vereinfacht gesagt) die Aufnahme von Vitamin K blockieren.
      Hast natürlich recht, das hab' ich ja auch gemeint, aber halt (schnell, schnell...) falsch geschrieben.
      Bei Strychnin würde ja das Vitamin K ja auch nicht helfen!
      LG,

      Maresi