Risiko Immobilienbesitz

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    • Risiko Immobilienbesitz

      Bin selber Immobesitzer und sehe die Entwicklung in Frankreich mit Grausen, zeigt deutlich das man langsam aber sicher die immobilen Immobilienbesitzer angehen wird. Wird in veränderter Form auch bei uns kommen, da man ja aus Solidarität die Südschine irgendwann komplett retten muss.....

      Auch wenn wir keine Reichensteuer (noch) nicht haben so wird man andere Wege finden Immos stärker zu belasten, denn die Immobesitzer habens ja.....

      spiegel.de/wirtschaft/soziales…egensteuer-a-1174017.html

      „Die französische Nationalversammlung hat der Abschaffung der Vermögensteuer zugestimmt. 77 Abgeordnete votierten für und 19 gegen die umstrittene Neuregelung. Bisher muss die Steuer zahlen, wer über Vermögen von mindestens 1,3 Millionen Euro verfügt. Dazu zählen Immobilien, Grundstücke, Geldvermögen, Schmuck und andere Wertsachen. Ab dem kommenden Jahr soll sie in eine reine Abgabe auf Immobilienbesitz umgewandelt werden.„

      Ich hedge mit Edelmetall gegen diese Entwicklung, das wird dann kommen, wenn der Staat gezwungen ist massiv(er) den Besitz zu besteuern und das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche wenn die EZB ihre illegitime Staatsfinanzierung der Südschine einstellen muss.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Die schleichende Enteignung geht voran...
      Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Bargeldabschaffung wird's interessant. Dazu noch die breit angelegte Entwaffnung des Volkes durch Anti-Terror- und Waffengesetze, am Ende die Einschränkung der Mobilität im Namen des Umweltschutzes?

      Ein Schelm wer denken könnte dass die Aluhutträger zu unrecht belächelt werden.

      Auf jeden Fall ein Zeichen mehr dass die grosse Pleite näher ist als kommuniziert.
      Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung äussert.
    • Mit dem Impôt de fortune (Vermögenssteuer) wird sich noch zeigen,wohin die Reise geht.
      Seither war der Sockelbetrag 1,3 Millionen € an Vermögen aller Art (Bargeld,Aktien,Edelmetalle,Immo´s....),
      konnte bis jetzt aber nichts neues über diesen finden.

      Da ich selber eine Immo in F besitze bin ich aber viel mehr auf die Abschaffung der Taxe d´habitation (Wohnsteuer) gespannt.
      Die wurde ja im gleichen Zug wie die Reichensteuer gestrichen-und zwar sukzessive bis 2020.
      Anscheinend gilt das für alle Haushalte,egal ob Residence principal oder Residence secondaire-ob das auch für non-residents
      (Ausländer mit Immobesitz in F) gilt? Bin mal gespannt....
      Demnächst müssten ja die neuen Steuerbescheide zur Taxe Fonciere (Grundsteuer) und Taxe d´habitation ins Haus flattern.
      Die Befreiung von der Wohnsteuer ist Einkommensabhängig,daß geht bei 30.000€ p/A für einen alleinstehenden ohne Kinder los.
      Ich werde mich da auf jeden Fall professionell beraten und vertreten lassen,meine Wohnsteuer beträgt über 1600€ p/A-das lohnt sich!

      Wie die Grande Nation die dadurch entstandenen Steuerausfälle kompensieren wird dürfte für alle noch interessant werden,
      Honi soit qui mal y pense...

      Hatz
    • Hi Hatz,

      Danke für deine Vor-Ort-Eindrücke. Wie hat es sich denn in der Vergangenheit mit Wohnsteuer und Grundsteuer verhalten? Wie wurden diese Berechnet? Ausserdem wäre es noch interessant zu wissen, ob die Grundsteuer in Frankreich wie in Deutschland umlagefähig auf die Mieter ist.

      Mir ist auch noch total unklar wie Marcon das aufkommensneutral neu justieren will. Aber was will man von einem Ex-Goldman-Banker auch anderes erwarten als ein weiteres Befeuern des Geldtransfers von Unten nach Oben.

      Gab es nicht seit 2011 auch eine Art Zweitwohnsitzsteuer auf Immos in F für Leute die dort nicht ständig wohnen berechnet an Hand irgendeines geschätzten Theoretischen Mietwertes? War mir so als hätte ich darüber mal was gelesen.

      Weisst du eventuell auch wieviel Prozent der Gesamtbevölkerung Immos besitzen in F? Hab da im Netz auf die Schnelle nix gefunden und wollte das mal mit D vergleichen. In Deutschland sind ja „nur“ 45 Prozent der Bevölkerung Immobesitzer was im europäischen Vergleich ja sehr niedrig ist und auch einer der Hauptpunkte warum in Deutschland das Medianvermögen so gering ist (auch weil die Pensions- und Rentenansprüche in diese Statistiken nicht mit einfliessen).
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Moin Bärti,
      die Wohnsteuer ist komplett abhängig von Lage (Gemeinde,durchschnittlicher Lebensstandard in derselben,Bauweise des Hauses,Ausstattung..).
      Berechnet wird die vom "Bruttomietwert", welcher von der Bruttowohnfläche,der Ausstattung/Charakteristik abhängig ist.
      Der Hebesatz kann von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein, in reicheren Gemeinden eher prinzipiell teurer!

      Als damals das Erhebungsformular auszufüllen war wollten die alles wissen:
      Welche Bauweise (Massivbau,Holzbau,Art der Mauersteine,Material der Decken/Wände/Dach,elektrische Ausstattung,wieviel Bäder und Toiletten,Anzahl der Waschbecken-Duschen etc.....),wieviel Räume wie genutzt werden usw.

      Die Grundsteuer ist meines Wissens nach nicht umlegbar,da die Wohnsteuer ja schon zu Lasten des Mieters geht.
      Berechnet sich auch nach Kommunalem Hebesatz (auch hier wieder Lage,Lage,Lage),ist aber nach bebauter Fläche und nicht bebauter Fläche getrennt.
      Beide Steuern stellen eine der Haupteinnahmequellen der Gemeinden bis hoch zum Departement dar,
      wie der Wegfall kompensiert werden soll dürfte noch spannend werden.

      Die Zweitwohnsitzsteuer war glaub ich in der Ära Sarkozy im Gespräch,wurde aber nie komplett flächendeckend umgesetzt.
      In den Ballungszentren gibt es derartige Bestrebungen/Erhöhungen für Zweitwohnsitze im Bereich von 5-60% Aufschlag auf die Wohnsteuer,
      auch wieder vom Bruttomietwert ausgehend.
      Soll wohl mehr Wohnraum für bezahlbare Erstwohnsitze (Familien!) generieren.....
      Übrigens habe ich auch auf meinem Steuerbescheid das Feld "Dont Majoration 20% Res. Secondaires" gefunden-noch ist es leer...!

      Laut der Zeitschrift Le Revenu (Artikel vom 15.2.2017) sind in Frankreich 39% Hausbesitzer ohne laufende Kredite,
      sowie 23% mit laufenden Krediten-in tutto also 62% Eigentümer/Besitzer.
      In Deutschland dagegen 26% ohne Kredite und 19% mit laufenden Krediten-in tutto 45% Eigentümer/Besitzer.

      So, jetzt brauch ich frische Luft-die kostet momentan ja noch nichts 8o ,
      die Herbstlichen Vogesen darf ich auch noch ohne Vergnügungssteuer geniessen!

      Gruß nach Hamburg,
      Hatz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HatzDiesel ()

    • Zum Glück ist EM überall auf der Welt gegen Geld eintauschbar. Oder gegen Aktien, die man dann im Ausland verkauft und sich das Geld in sein Land überweisen lässt....es gibt 1000de Möglichkeiten das Umzurubeln.

      Und selbst bei solchen Beschränkungen würde es immer noch reichen in kleinen Portionen zu verkaufen und den Immobesitz schuldenfrei zu halten und etwaige Steuern zu bezahlen.

      Zum EM-Einkauf mal 1 Tag nach Deutschland fahren und dort mit OTC-Einkauf (bar, over the counter) das EM holen. Wer sich in Krisenszenarien immer treu an Recht und Gesetz hält wird durch seinen eigenen Staat ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans.

      Think out of the box.......
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Zum EM-Thema,ich kenne hier niemanden (Franzosen) der irgendwas mit Edelmetallen auf dem Radar hat.
      Das Thema ist bei 99% der Leute inexistent.
      Kurz nach 2008 gab es hier eine kurze,aber intensive Periode von Goldaufkäufern die alles abgegrast haben.
      Da wurde mit schönen Anzeigen das Datum und die Lokalität bekannt gegeben (meist die besten Hotels in der Gegend)
      und mit überdurchschnittlicher Auszahlung geworben.
      Die Leute haben verkauft.....
      Das "Wissen" um die Marianne´s,Napoleon´s,Louis-Phillipe´s etc. ist mit den Alten weggestorben.
      Ob sich das restaurieren lässt ? Vielleicht wenn die Krise groß genug ist.....
    • Ich schlage vor, dass wir entweder den Titel des Threads umbenennen (derzeit: Risiko Immobilienbesitz) oder dass wir bezüglich Edelmetallen und sonstigen Vermögensgegenständen einen separaten Threat aufmachen.

      Kurz ein paar Gedanken meinerseits:

      Vermögenssteuern / stille Enteignung:
      Wir kennen in der Schweiz auf Kantonsebene (leider) nach wie vor das Konzept der (netto)Vermögenssteuer. Jeder Kanton hat seine individuelle Freigrenze. Der anwendbare Steuersatz ist wesentlich tiefer als der Einkommenssteuersatz. Ich interpretiere das inherente Risiko als: der Staat kennt meine Vermögensverhältnisse und bereichert sich an denen. Oder gibt es hier noch andere Risikoüberlegungen?
      Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass das bereits versteuerte Steuersubstrat jedes Jahr wieder besteuert wird, was eigentlich nicht rechtens ist. Sprich, man hat das Einkommen, Erbe etc bereits in dem Jahr versteuert (via Einkommens-/Erbsteuer), wo man es erarbeitet hat. und danach wird das Steuersubstrat weiter jedes Jahr durch die Vermögenssteuer gemindert.

      Immobilienbesitz:
      Wenn man in dem Zusammenhang von Risiken spricht, dann kommt mir aber nicht primär die Vermögenssteuer in den Sinn (diese lässt sich nämlich signifikant verringern, wenn man entsprechende Hypotheken aufnimmt), sondern eine ganze Reihe von anderen Elementen: bauliche Massnahmen/Unterhalt, Sicherheit, Verhältnis zu Nachbarschaft und Gemeinde, Lebensqualität etc. etc. Oder an was für Risiken denkt ihr hier noch?

      Frage ist auch immer bezüglich selbstbewohnte Liegenschaft, fremdvermietetes Renditeobjekt oder Ferienhaus (kann eine Mischung aus beidem sein).

      Edelmetalle:
      Eine interessante Vermögensanlage; dazu würde ich einen separaten Thread empfehlen. Besitz muss strenggenommen ebenfalls als Vermögen deklariert werden, lässt sich aber - besonders in eher kleineren Mengen - schwierig nachvollziehen.

      Samlungen jeder Art gehören per definitionem auch zum Vermögenssubstrat; eine Hausratsversicherung verlangt oft auch eine separate Auflistung der Sammelobjekte, welche dann zu einer individuellen Deckung führen kann.

      Ein sehr breit gestreutes Thema, aber alles sehr interessant und spannend, dazu auch weitere Fragen und Gedanken zu lesen.
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      The right to self defense is the first law of nature. Be ready!
    • Dann wird es zu spät sein, weil jeder den Ausgang sucht. Und der besteht dann nur noch in Edelmetallen, Aktien und eventuell Crytowährungen. Das sind dann die Instrumente zur Wahl gegen die Besteuerung von Immos zu hedgen wenn die Steuerlast zu groß wird.

      Lustig was übrigens gerade in Venezuela bezüglich der Crypowährungen passiert:

      yahoo.com/news/venezuelans-bit…-inflation-020507653.html

      Und das macht der Maduro-Honk:

      "Noel Alvarez, former president of the Venezuelan Federation of Chambers of Commerce, stated that “A maximum of one per cent of the population has access to it, but it is very useful in our situation.”


      Bitcoin’s popularity in Venezuela continued to grow. It became the country’s leading parallel currency. Some vendors even begun accepting Bitcoin exclusively. A popular online travel agency, Destinia, cited that, due to the bolivar’s instability and the trouble many Venezuelans experience when attempting to leave the country, “Giving priority to Bitcoin as a payment method could be of help."


      While Destina admitted that Venezuela is not a primary focal point for their company, they chose to prioritize Bitcoin payments in the Venezuelan market to facilitate the travel needs of the people in light of the persisting economic downturn.


      With infrastructure in place, trading and mining becoming more popular, and the crisis escalating, Maduro’s government began to take notice.
      The Venezuelan government began to crack down on the Bitcoin community, with police extorting citizens for “misusing electricity” or undermining the country’s economy. These grievances intensified over time, however, and the attack on miners became more apparent. In the largest raid, two miners were caught with 11,000 mining computers and were charged with cybercrime, electricity theft, exchange fraud, and even funding terrorism.


      In Feb. 2017, following the incident, Surbitcoin, Venezuela’s most popular exchange went offline. The company encouraged users to withdraw their money immediately as Banesco, the company’s banking partner, was set to revoke the account associated with the exchange. Rodrigo Souza, the founder and CEO of Surbitcoin, noted that "When it was found that there were 11,000 mining computers consuming the energy to power a whole town at a time when there are severe electricity shortages, it triggered a reaction.” Souza went on to say that the company was not contacted by the government, but Banesco revoked their account as it did not want to be associated with such an operation. Surbitcoin resumed operations two weeks following.

      Der Mensch wird immer nach Auswegen suchen, wenn der Staat versagt oder zu gierig wird. Derjemige der in solchen Situationen gesetzeskonform handelt wird (meist) derjenige sein, dem es (wirtschaftlich) am Schlechtesten geht, es sei denn er war schon vor Eintritt der Krise Mitglied des obersten 1% und hat im Vorfeld diversifiziert.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • @Ghostrider: Hast du recht, der Titel des Threads war von mir zu allgemein gewählt. Ich hatte das Risiko im Kopf welches durch die Beziehung von Individuum-Staat bezüglich Immobilien herrscht, wenn die Kacke am Dampfen ist, also mehr oder weniger nur auf rein wirtschaftlicher Ebene. Wäre natürlich interessant (und besser) das ganze in speziellere Themenfelder aufzusplitten und einzelne weitergehende Teilbereiche die auch nicht wirtschaftlicher Natur sind durch zu kauen, um sich einen guten Gesamtüberblick über Chancen, Risiken etc. von Immobilien aus Preppersicht zu bilden.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Bärti schrieb:

      @Ghostrider: Hast du recht, der Titel des Threads war von mir zu allgemein gewählt. Ich hatte das Risiko im Kopf welches durch die Beziehung von Individuum-Staat bezüglich Immobilien herrscht, wenn die Kacke am Dampfen ist, also mehr oder weniger nur auf rein wirtschaftlicher Ebene. Wäre natürlich interessant (und besser) das ganze in speziellere Themenfelder aufzusplitten und einzelne weitergehende Teilbereiche die auch nicht wirtschaftlicher Natur sind durch zu kauen, um sich einen guten Gesamtüberblick über Chancen, Risiken etc. von Immobilien aus Preppersicht zu bilden.
      Hallo Bärti,

      ich glaube, es wäre ev. gar nicht schlecht, wenn man diese Überlegungen starten würde mit dem Titel 'Vermögen und Vermögenssicherung'. Dann könnte man zuerst eine Liste von möglichen Vermögensteilen erstellen, diese kategorisieren und dann mit Vor- und Nachteilen in bestimmten Szenarien zu ergänzen.

      Beispiele:
      Singapore Dollar (ich nehme absichtlich ein weniger gängiges Währungsbeispiel):
      Relativ stabile Währung, hohe Verfügbarkeit, gute Liquidität, hohe Akzeptanz (in Asien), hohe Fälschungssicherheit.
      Im Falle eines BugOuts (eben zB. in Richtung Asien, Südostasien) ideal, da bereits vorhanden und grossflächige Akzeptanz erwartet werden kann.
      Im Falle eines BugIns nutzlos, da SGD in Zentraleuropa nur eine sehr geringe Anwendbarkeit/Akzeptanz findet.

      Gold:
      Müsste in ganz kleinen Mengen daherkommen, da man sich mitm einem CHF 15,000 Franken 'schweren' Goldbarren zwar ein Brot kaufen könnte, aber man wohl ein ungünstiges Wechselgeld akzeptieren dürfte. Bin irgendwie nicht so angetan von Gold als Vermögensanlage.

      Aktien, Wertpapiere generell:
      Ein sehr breites Thema, und man könnte problemlos einige Doktorarbeiten über "Sinn und Unsinn von Wertpapieren aus der Sicht eines Preppers" schreiben. (soll ich mal anfangen damit... *lach*).

      Immobilien:
      Siehe Erläuterungen oben... welche natürlich noch umfangreich ergänzt werden müssten.

      Munition:
      Aus einem spannenden Gespräch anlässlich des Innerschweizer Preppertreffens vom 21. Okt 2017 kam auch der Input, dass gerade Munition ein sehr gutes und liquides Gut in einer Krisensituation sein dürfte. Relativ lange Haltbarkeit, einfache Beschaffung in Friedenszeiten, gute Lagerbarkeit, kleinste Stückelung möglich, Eigenverwendung wie auch Tausch ...

      .... (more to come)
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    • Hallo,

      lasst uns in diesem Thread beim Thema "Risiko Immobilienbesitz" bleiben, sonst wird es unübersichtlich.

      Was ich nicht verstanden habe: will Macron eine höhere bzw. umfassendere Besteuerung von Immobilien oder will er "nur" die Vermögenssteuer auf Nicht-immobilien abschaffen? Dann wäre es für Immobilienbesitzer in Frankreich ja erstmal keine Änderung der Situation.

      In D gibt es unterschiedliche Steuern auf Immobilien: beim Kauf einmalig die Grunderwerbsteuer und die notariellen Gebühren für die Beurkundung und Eintragung des Eigentumübergangs.
      Und später jährlich die Grundsteuer, die auf den Wert des Grundstücks und dessen Bebauung erhoben wird. Das jährliche Aufkommen liegt bei knapp 11 Mrd. Euro und macht im Schnitt 134 Euro/pro Kopf und Jahr aus.

      Dann gibt es (in D) weitere Belastungen, die aus Immobilienbesitz entstehen:
      - einmal die Niederschlagswassergebühr, für alles Regenwasser, was auf den Grundstück anfällt und nicht durch Versickerung auf dem Grundstück "entsorgt" wird, sondern in die Kanalisation geleitet wird. Damit versucht man, die Flächenversiegelung zu bremsen und die Wassermengen in den Entwässerungssystemen zu reduzieren, da von den Grundstücken abfliessendes Regenwasser die Kosten der Abwasseraufbereitung erheblich erhöht (die Anlagen müssen für viel mehr Wasser als bei reinem Abwasser nötig dimensioniert werden) und immer grössere Regenwasserrückhaltebecken für Starkregenereignisse sehr hohe Baukosten für die Kommunen verursachen.
      - wird das Plangebiet, in dem das Haus liegt formal zu einem Sanierungsgebiet, dann steigt der Grundstückswert i.d.R. durch die Sanierung des Gebiets, wenn z.B. Strassen und Wege gerichtet und neu angelegt werden, Radwege, Autostellplätze, Parks, Spielplätze gebaut werden. Diese Kosten werden anteilig allen Grundstücksbesitzern auferlegt, in dem man die Quadratmeterpreise der Grundstücke (Bodenrichtwerte) nach Abschluss der Sanierung in dem Gebiet anhebt. Das kann dann schon mal bedeuten, dass man 20-30 Euro pro Quadratmeter berechnet bekommt.
      - ähnlich ist es bei Erschliessungskosten, die erst nach dem Kauf eines Grundstücks anfallen (z.B. Kanalsanierung, Strassenerneuerung o.ä.) auch hier fallen nachträglich Kosten an.
      - Schliesslich kommt es vor, dass sich der Staat in "Notzeiten" an privaten Vermögen per Abgabe/Steuer bedient. Davon sind dann Immobilien nicht ausgeschlossen. In D gab es nach dem 2. WK das Lastenausgleichsgesetz. nach dem Vermögen (inkl. Immobilien) mit 50% Steuer belegt wurden. Diese 50% wurden über 30 Jahre verteilt erhoben, also etwa 1,67% des Vermögenswertes pro Jahr und das 30 Jahre lang.

      Grüsse
      Tom
    • Hier ein Artikel vom Oktober 2017 (kurz vor der Abstimmung publiziert), durch den Übersetzer gejagt:

      "Gemäß dem Programm von Emmanuel Macron sieht der Entwurf des Finance Act 2018

      die Reform des ISF (Impot sur la Fortune) vor, um Wertpapiere, einschließlich des Besitzes von
      Aktien, auszunehmen. Das Projekt von Macron besteht darin, die ISF nur für fondsbasierte Immobilien zu halten. Die ISF würde somit zum IFI: die Vermögensteuer.
      Mit anderen Worten, Emmanuel Macron will Finanzinvestitionen,
      Spareinlagen und andere Wertpapiere befreien, während er weiterhin
      Immobilienvermögen steuert.

      Laut der Regierung sollte diese Maßnahme die reichsten Franzosen
      ermutigen, in Unternehmen zu investieren und so die Wirtschaft zu
      finanzieren.
      Befreiung

      Die neue Befreiung würde daher Folgendes betreffen:

      Geldanlagen: Sparbücher, Wertpapierportfolios, Lebensversicherungen ...
      bewegliches Eigentum (Autos, etc.).

      Auf der anderen Seite bleiben Unsicherheiten über das Schicksal von Finanzimmobilieninvestitionen wie SCI und SCPI.
      Verlierer und Gewinner

      In jedem Fall wird diese Reform des ISF den derzeitigen
      Steuerpflichtigen zugute kommen, deren Vermögen ganz oder teilweise in
      bewegliche Vermögenswerte investiert ist.

      In der Praxis sollte die höchste Erbe vor allem von den neuen Maßnahmen
      profitieren, weil statistisch gesehen die meisten Erbe, desto größer ist
      der Anteil der Wertpapiere (bald befreit) erhöht, der Anteil der
      Immobilien (die es auch weiterhin, verhängt werden ) wird reduziert.

      Umgekehrt Steuerzahler, die zur Zeit die ISF und dessen Erbe zahlen besteht
      hauptsächlich aus Immobilien werden auch weiterhin Steuern auf
      Immobilienvermögen zahlen, da der Wert ihrer Eigenschaft die Schwelle
      qualifizierenden überschreitet. Ihre Steuer sollte jedoch nicht steigen, da die Regierung angekündigt
      hat, die bisher geltenden Steuervorschriften beizubehalten.

      Absetzung Hauptwohnsitz
      Nach Angaben der Regierung wird die 30% ige Kürzung des Hauptwohnsitzes beibehalten.

      Steuerschwelle
      Die Steuerschwelle für ISF, die derzeit auf 1,3 Millionen Euro festgelegt wird, wird ebenfalls nicht geändert.
      Skala

      Die Skala des ISF (von 0,5 auf 1,5%) wird sich nicht ändern und bleibt die gleiche wie im Jahr 2017.
      Spenden

      Schließlich können die Steuerpflichtigen ihre Steuer dank Spenden an Organisationen
      von allgemeinem Interesse weiter senken, vgl. die Reduzierung der Vermögensteuer bei Spenden an Vereine.
      Datum des Inkrafttretens

      Die Abschaffung der ISF und ihre Ersetzung durch die Steuer auf
      Immobilien Vermögen muss ab 2018 stattfinden (wie die Befreiung von der
      Macron-Wohnsteuer wird das Gerät im nächsten Jahr gestartet werden).

      Die Reform soll im Herbst 2017 noch im Parlament debattiert werden, da sie im Haushaltsgesetz 2018 enthalten ist." Ende Artikel.



      Also soll die Steuerschwelle bei 1,3 Mill. Euro bleiben,es verändert sich erstmal nichts für die Immobesitzer.

      Gruß
      Hatz
    • Hi Tom,

      das Lastenausgleichsgesetz ist historisch und mit seinen gesellschaftlichen Auswirkungen bis in die 90er-Jahre (und teilweise sogar noch heute durch noch existierende rentenzahlungen) ein sehr spannendes Thema. Zu einer groben Übersicht ist wie immer Wiki zu empfehlen:

      de.wikipedia.org/wiki/Lastenausgleichsgesetz

      In deiner Liste Oben fehlz noch die Hauszinssteuer bzw. die Gebäudeentschuldungssteuer aus der Weimarer Republik:

      de.wikipedia.org/wiki/Hauszinssteuer

      Die kommt dem Lastenausgleichsgesetz nach dem 2WK in vielen Punkten sehr nahe.

      Fazit: wenn Vater Staat Kohle braucht bedient er sich bei den Immo-Besitzern und das auch Rückwirkend. Gewinne durch (Hyper-)Inflation werden den Leuten auch nicht zugestanden, hier greift der Staat dann auch im Nachgang zu.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Nebenbei in der Schweiz kennt man:
      - Immobilien Grundsteuer
      - Mietwertsteuer
      - Steuer auf das Vermögen (alles wird mitgezählt inklusive das Auto).


      Also wir werden schon seit Jahrzehnten ausgenommen, nur wird es heute zu einer Plage wo die Vermögenssteuer höher ist als was man aus Festverzinslichen Papieren erwirtschaften kann. Diese schleichende Enteignung wird von niemanden thematisiert.
    • Wenn ich das mit F vergleiche wo ich gerade eine kleine Immobilie gekauft habe:

      - 120'000 Euro Kaufpreis
      - 900 Euro Grundsteuer und Mietwertsteuer (taxe d'habitation). Macht 0.9% vom Kaufpreis aus.

      Das Gleiche in der Schweiz:

      - Grundsteuer um die 150.-, Mietwert (4'800.-), bei einem Grenzsteuersatz bei mir von 40%, macht das 1920, dazu noch die Vermögenssteuer 0.6%, also 720. Sprich gleicher Steuerstaler gleich teures Objekt und ich zahle in der CH 2790 Euro/Jahr. Ungefähr 3 mal so viel wie in F. Da soll mal jemand noch von CH Steuerparadies reden.
    • Wenn ich das, was die Immobilien betrifft, zusammen fassen soll, würde ich sagen:

      1. Die Besteuerung, also die Kosten für Immos werden steigen. Man holt es wo man es holen kann. (immobil halt)
      2. Diese Sachen werden sich politisch nicht verhindern lassen. An Steuern sind alle Politiker interessiert.

      Was bleibt zu tun?

      Wie beim anderen Preppen auch, man muss vorsorgen. In diesem Fall muss man die Liquiditätsplanung entsprechend auslegen. Wir werden zahlen, bekommen ein Problem, wenn wir nicht können. :(

      Gruss Bernd

      Bin auch betroffen, würde aber nie auf eigene Immo verzichten. Hat zu viele Vorteile. Gerade in der Krise.
      Prüfet Alles und das Gute behaltet. Paulus von Tarsus