Bärtis BOV

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    • Bärtis BOV

      Wie ich schon einmal geschrieben hatte habe ich mich als Kombination für BOV und Alltagswagen für einen VW Touareg entschieden. Da es so viele Meinungen über sinnvolle BOVs gibt wie es Prepper gibt ist es unsinnig über die Wahl des Fahrzeuges zu diskutieren, jeder nach seinen Bedürfnissen (und das ist auch gut so). Das Teil ist Baujahr 2015, Diesel, mit SCR-Kat (Ad Blue Einspritzung).

      Prepperrelevante Eigenschaften der Karre:
      • 262 PS mit 550 NM
      • Allrad Antrieb permanent
      • Terrain Tech Paket
      • Bodenfreiheit bis 30cm
      • 58cm Wattiefe
      • Steigfähigkeit bis 45°
      • Luftfahrwerk
      • Anhängelast 3,5t
      • 100 Liter Tankinhalt
      • Laderaummanagementsystem mit Schienen im Kofferraumboden, verstellbaren Zurrösen und 20cm hohe Schiene zur Ladungssicherung
      Der Touareg mit Terrain Tech Paket verfügt über ein sperrbares Zentraldifferenzial mit einer Lamellenkupplung und Reduktionsgetriebe. Im Normalbetrieb erfolgt eine schlupfabhängige und stufenlose Kraftverteilung auf Vorder- und Hinterachse. Zusätzlich lässt sich das Zentraldifferenzial sperren, so dass es dann zu einer festen Antriebsverteilung kommt. Die Getriebereduktionsstufe (2,69:1) für den schweren Geländeeinsatz ist über einen Fahrwerkschalter elektrisch zuschaltbar. Dadurch erreicht der Touareg eine Steigfähigkeit von bis zu 100% (45°). Der Wagen hat ein Hinterachsdifferenzial mit Quersperre und einer Sperrwirkung von 100%. Die Aktivierung der Differenzialsperre erfolgt auch mittels Fahrwerksdrehknopf. Zur Traktions- und Fahrdynamikverbesserung wird die Quersperre situationsgerecht ebenfalls automatisch aktiviert.

      So weit von Haus aus die Grundausstattung.

      An Material habe ich immer im Touareg:

      • Erweitertes 1-Hilfe-Material inkl. 10 Folien-Rettungsdecken
      • Bergegurt + Bergeschlaufen + Schäkel + Manueller Hebel-Flaschenzug bis 5t
      • Coleman-Kocher + 1 Liter Reinigungsbenzin für den Kocher
      • Essgeschirr + Besteck + Stahl-Trinkbecher + Tütensuppen + Wasser + BP5 + Kaffee + Zigaretten + Espressokanne
      • Werkzeug (eigene Zusammenstellung) inkl. Kabelbinder und Kleingeraffel wie Backeband etc.
      • VCDS-Auslesegerät um in sämtliche Steuergeräte zur Fehlerabfrage rein zu kommen
      • Seile + Spanngurte
      • Tarp mit Stangen (kann als Sonnenschutz am KFZ verwendet werden, dafür noch Saugnäpfe für Befestigung am Dach oder an sonstigen glatten Oberflächen im Wagen)
      • Motoröl 1 Liter + WD 40
      • Notlampen / LED-Blinklichter (gelb und blau)
      • Schlafsack
      • Picknickdecke
      • kleiner Kompressor 12V
      • 2 Hängematten + 1 Strandmuschel (für Urlaub/Freizeit und als Windschutz)
      • Handschuhe, Socken, Pullover, Einweg-Regenponchos
      • Reifenflickset
      • Reinigungsmaterial
      • 2 Stück Trac Grabber + Schneeketten-Stripes
      • Klopapier + Waschlappen in Tablettenform
      • Desinfektionsmittel
      • z. Zt. Handfunkgerät
      • Wagenheber
      • Taschenlampe (LED Maglite 3D) + LED Lenser P7R + Stirnlampe (Petzl) + Laserpointer grün, stark für Notsignalgebung
      • Starthilfekabel
      • Pfefferspray + Jet Protector
      • Landkarten Europa analog in Papierform
      • Feuerlöscher
      • Warnwesten (5)
      • Axt (Fiscars)
      • Klappspaten (angeschärft)
      • Hand-Kettensäge
      • Handyladekabel + Power-Pole-Adapter-Kabel mit einklipsbarem Begrenzer auf 5V
      • Klappmesser mit Nothammerdorn und Gurtschneider im direkten Fahrer-Griffbreich
      • Fernglas + Wärmebild-Okkular
      • Feuerzeuge + Feuerstarter
      • Folie (gefaltet 3x3 Meter)
      • sonstiges Kleinzeugs
      Nun habe ich noch einige Extras eingebaut:

      Zusätzliche Kofferraumbeleuchtung
      Als Erstes kamen in die Heckklappe zusätzliche LED-Leuchten und parallel zu der vorhandenen Leuchte in der Heckklappe geschaltet wurden. Dadurch hab ich im Kofferraum nebst 2 LED-Leuchten ab Werk, eine Funzel in der Heckklappe ab Werk nun zusätzlich 3 LED-Strahler wobei davon 2 verstellbar in der Heckklappe sind. Hierdurch kann man entweder für zusätzliches Licht im Kofferraum-Ladebereich (bei geöffneter Heckklappe) sorgen oder aber den Bereich hinter den Fahrzeug ausleuchten (je nach Schwenkgrad der Leuchten). Das Einschalten erfolgt automatisch mit Öffnen der Heckklappe, ist die Heckklappe zu sind die Zusatzleuchten aus. Ich hatte mich bei den Schwenkleuchten für ein Produkt von Hella entschieden. Gab es in der Bucht für Stück 11€, allerdings mit hässlichen weißen Plastikverkleidungen dran die ich dann schwarz lackiert habe. Die Dinger gibt es zwar auch ganz in schwarz, dann zahlt man aber nahe dem Listenpreis um 50€ und da war ich zu geizig. An die Fahrzeugdecke kam dann noch eine LED-Leiste.


      Dash-Cam
      Dann kam die Dash-Cam ins Auto. Ich hab eine kleine Stealth-Cam an der Windschutzscheibe und eine Heckkamera hinten. Damit man die Kabelverlegung dafür nicht sieht wurden die Kabel alle in den vorhandenen werksseitigen Kabelkanälen verlegt und festgelippt, somit besteht auch keine Gefahr beim Auslösen der Airbags. Ferner habe ich beim Sockel der Kamera diesem scheiss USB-Stecker zur Stromversorgung totgelegt, dann die Stromversorgung direkt auf die Platine gelötet und dann den ganzen Kram im Gehäuse vergossen. Bisher sind mir noch bei allen Dash-Cams irgendwann die Stecker kaputt gegangen, das wollte ich nicht mehr haben. Da der Sockel mit GPS-Einheit von der eigentlichen Kamera per Steckverbindung getrennt werden kann und nur die Kamera wirklich Wärme erzeugt sind hier keine thermischen Probleme aufgetreten. Die Stromversorgung der Kamera wurde in einem der 4 Sicherungskästen auf eine neue separate Sicherung gelegt. Die Kontakte für diese neue Sicherung hab ich auf einem leeren Steckplatz gepinnt, der von der Zündungsplusschine versorgt wird. Die Kamera hat einen werksseitig integrierten Thermoschutz. Man muss auch unbedingt darauf achten, dass die Kamera wenn sie wie bei mir weit Oben angebracht ist im Radius der Wischerblätter bleibt, um immer ein sauberes Bild zu haben. Für Heckkameras gilt natürlich das Gleiche.



      GPS-Tracker
      Dann ging es an die Installation eines GPS-Trackers zum Auffinden (Wo hab ich geparkt?/Ist der Wagen schon in Polen?) und Todlegen (Oh, der Wagen ist noch nicht in Polen, dann schalten wir jetzt mal Alles aus der Ferne aus) des Fahrzeuges. Diesen habe ich mit Strom vom Dauerplus in einer neuen Sicherung in einem der 4 Sicherungskästen aufgelegt. Der Tracker hat eine Spannungüberwachung und schaltet ab, wenn die Batterie zu schwach werden sollte. Das Ding ist jetzt so versteckt, dass ihn keiner findet. Selbst die Kabelzuführung ist nicht nachzuvollziehen wenn ein Dieb das KFZ klaut. Empfangstechnisch sitzt er gut und liefert schnell einen Connect.
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    • Batterien/Strom


      Dann mussten noch zusätzliche Batterien ins Auto.Es ist ein LiFePo4-Akku mit 20 Ah (mit integrierter BMS) und ein LiFePo4-Akku mit 9 Ah (hat auch integrierte BMS) geworden. Grund für die Installation waren folgende Prämissen:Es sollte möglich sein eine bis max. 2 Kühlbox(en) unabhängig vom Bord-Netz für mindestens 24 h betreiben zu können. Eine kleine 11-Liter-Box ist als mobiles Gerät für den Strand/Urlaub/Grillen eine 35-Liter-Box ist im Urlaub stationär im Wagen für Einkäufe, damit man nicht nach dem Einkauf sofort nach Hause muss. Die Stromversorgung sollte über Power-Pole-Stecker erfolgen. Die 20 Ah-Batterie sollte fest im Auto verbaut sein, der kleine 9 Ah-Akku sollte mobil sein, damit man die Kühlbox auch an den Stand etc. mitnehmen kann. Meine Kompressor-Kühlboxen verbrauchen im Durchschnitte 35-40 Watt, im realen Testbetrieb bei hohen Temperaturen kommt man mit dem 9 AH-Block bei der 11-Liter-Box ca. 6-8 Stunden weit, bei Kühlung innerhalb der Box auf 3°C.

      Außer der Akkuversorgung sollten auch noch weitere Power-Pole und USB-Ladeanschlüsse im Heckbereich des Autos verlegt werden wenn mir irgendwie die Hauptstromversorgung zusammenbrechen sollte. Ferner dient diese Stromversorgung auch dem Betrieb eines Mobilrepeaters wenn ich diesen brauche.
      Die ganze Installation durfte nicht das BUS-System des Autos beeinträchtigen, muss aber den Batterie-Ladezustand der Hauptbatterie des Wagens überwachen und darf nicht dazu führen, dass die LiFePo4-Akkus die Hauptbatterie leer-lutschen. Folgende Lösung hab ich mir dann zusammengebaut:

      Der kleine LiFePo 4-Akku mit 9 AH wurde mit Klettband versehen. Das Klettband hält an der flauschigen Beschichtung der Bordwand in der Nähe einer separaten, neuen Power-Pole-Buchse. Somit hängt der kleine Akku immer geladen und griffbereit im Kofferraum
      Der große LiFePo 4-Akku wurde hinter einer Seitenverkleidung installiert. Er wurde auch mit Klettband und einem Halteband fixiert und ist luftdurchlässig (Temperatur) abgepolstert, um eventuelle Klackergeräusche bei der Fahrt auszuschließen.

      Nun hab ich mir folgende Schaltung gebaut (in Kurzform). Beim Sicherungskasten im Armaturenbrett wurden für ein Zeit-Relais bei Klemme 30 und Klemme 15 neue Sicherungen auf den Schienen für Dauer- und Zündungsplus aufgelegt. Beide gehen in das Zeitrelais was natürlich auch an Klemme 31 (Masse) hängt. Das Zeitrelais ist auf 3 Stunden Durchgang programmiert. Dies bedeutet: die Versorgung der Kühlboxen oder sonstiger Geräte (inkl. Ladung LiFePo`s) die ich über Power-Pole oder USB im Hechbereich des Fahrzeugs als Verbraucher anschließe für 3 Stunden nach Ausschalten des Touareg über die 120 Ah-Batterie des Fahrzeugs versorgt/geladen werden. Um zu verhindern, dass mir bei zu viel angeschlossenen Verbrauchern die eigentliche Autobatterie leergelutscht wird hängt hinter dem Zeitrelais ein Spannungswächter der bei einem Spannungsabfall der KFZ-Batterie unter 11,8 V die Versorgung in den Heckbereich unterbricht. Hinter dem Spannungswächter sitzt dann wiederum eine Sperrdiode die den Stromfluss nur in Richtung Heck zu den dort verbauten LiFePo4-Akkus und den Power-Pole und USB-Buchsen zulässt und keinen Fluss in die gegenteilige Richtung zur Hauptbatterie. Dann folgt der große LiFePo-Akku und der kleine.

      Dadurch hab ich folgende Vorteile: Für 3 Stunden bis max. Abfall der Hauptbatterie des KFZ auf 11,8V werden alle Verbraucher im Heck aus eben jener Hauptbatterie gespeist. Erst wenn die Zeitspanne von 3 h überschritten wird oder aber einem vorzeitigen Abfall der Spannung derHauptbatterie unter 11,8 V kommt wird die Stromversorgung des Heckbereiches automatisch auf den LiFePo-Akku mit 20 Ah umgestellt. Der mobile kleine LiFePo wird immer nur geladen, unterliegt keiner Verbraucherzuschaltung. Beide LiFePo`s haben eine integrierte BMS um die korrekte Ladekurve zu haben.

      Habe ich nun im Worst-Case die 2 Kühlboxen im Auto kann ich diese über die Hauptbatterie und der anschließenden Nutzung durch den großen LiFePo problemlos 48 h ohne Starten des Fahrzeuges durchlaufen lassen (das Ende war noch nicht abzusehen, ich hab dann den Test abgebrochen, da ich den Wagen wieder bewegen musste und damit die Hauptbatterie wieder geladen worden wäre und somit auch die LiFePO`s geladen worden wären. Das hab ich real getestet. Kommen weitere Verbraucher hinzu wie z.B. ein mobiler LED-Strahler oder Handy und iPad wird natürlich mehr verbraucht. Dieses Szenario hab ich aber bisher noch nicht ausgetestet.

      Dieser grosse Lifepo verschwindet dann hinter der gelösten Verkleidung:




      Damit sollte man im SHTF-Fall schon mal ein Stück weit kommen was Ausrüstung und Stromversorgung anbelangt. Direkte Kabelverbindungen aus 2 Kabeln wurden mit Quetschverbindern ausgeführt die schon einen überstehenden Schrumpfschlauch mit innenliegender Klebebeschichtung hatten, da somit die Verbindung auch sehr belastungsfest und dazu noch wasserdicht ist. Der Rest sind die üblichen KFZ-Stecker wie man sie überall findet.
      Nächste Kleinprojekte die anstehen:
      • Geigerzähler im KFZ verbauen (Spieltrieb)
      • Halterung für Mobil-Repeater verbauen
      • Funkgerät Festeinbau versteckt in Bodenkompartment unter dem Beifahrersitz mit Blootooth-Handmikro im Staukasten der Mittelarmlehne
      • Verbesserter Zugriff Jet Protector für den Fahrer
      • Festeinbau Messerhalterung
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    • Nächstes Gadget für die Karre. Da ich die meisten mobilen elektrischen Geräte so weit es geht mit Akkus betreibe und dann auch noch wenn möglich mit 18650ern musste noch ein Ladegerät dafür her um den Ladezustand auch im Auto abfragen zu können und ggf. Nachladen zu können. Meine Wahl fiel auf ein Nitekore D4 Ladegerät. Das hat auch einen 12v Eingang neben dem 230v Eingang.


      Für mich ist das die eierlegende Wollmilchsau. Ermöglicht das Laden für Li-Ion, Ni-MH, Ni-Cd und LiFePO4 Akkus. Mit einem für IMR Akkus optimierten Ladesystem werden die Akkus sicher und schonend aufgeladen. Der Vierschachtlader erkennt Li-Ion, Ni-MH und Ni-Cd automatisch, LiFePo4 muss manuell eingestellt werden. Über das LCD Display lassen sich Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit pro Ladeschacht ablesen. Das Ding hat 4 Ladeschächte.

      Folgende Akkus kann es fressen:

      Li-Ion: 26650, 22650, 18650, 17670, 18490, 18500, 17500, 17355, 16650, 16340 (RCR123), 14500, 10440

      Ni-MH/Ni-CD: AA, AAA, A, C

      Man kann in jedem Schacht unterschiedliche Akkutypren parallel laden. Kostenpunkt um 40 Euronen. Am Wochenende wird dann das Versorgungskabel mit Power-Pole angefertigt, dann kann ich auch die oben genannten Akkutypen im Auto laden.

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