Heizung optimieren.

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    • Heizung optimieren.

      Mal eine Frage in die Runde ob jemand schon so eine Erfahrung gemacht hat.

      Ich besitze ein altes Bauernhaus 1901 gebaut, nach und nach renoviert. 70cm dicke Wände, Dach 10cm Glaswolle, Alle Fenster mit Doppelverglasung und die Haustüren erneuert.

      Vorher vor vielen Jahren brauchte ich 13'000l /Jahr, nach den renovierungen 8'000l/jahr und dann hatte ich mich entschieden eine Sonneheizung zu installieren 36m2. Erfolg er mässig Varbrauch 6'000l/jahr.

      Nachdem mit die Heizung für 4 Wochen kaputt gegangen ist mitten im Winter und ich auf die alten Specksteinöffen zurückgreifen musste, das bei minus Temperaturen von -5 bis -15, habe ich festgestellt das ich mit der Sonnenheizung und den Öfen (die immerhin keinen tollen Wirkungsgrad haben) um die 100Kg/Holz pro Tag verbraucht habe, was 20l Öl entsprechen würde, sprich 600l im kältesten Monat was überhaupt nicht den 6'000l Jahresverbrauch entspricht.
      Also muss die Sonnenheizung trotzdem etwas zur Heizung gebracht haben was sie sonst nicht machte, und so kam ich auf die Idee mir Gedanken über die Vor und Rücklauftemperaturen zu machen.

      Die Anlage war wohlweislich von Spezialisten eingestellt worden, mit der ad hoc Heizkurve (Aussensonde) und Abkühlung über Nacht und Teilweise Tagsüber wenn wir am Arbeiten waren.

      Normalerweise arbeitet die Anlage in den kalten Monaten so um die 45-50° Vorlauftemperatur und 30-35° Rücklauftemperatur. Und wenn die Sonnenheizung 30° leistet bringt das gar nichts.

      Also erst einmal die Absenkung abgestellt es gibt die gleiche T° 24/24 (21°), Dann ein Innenthermostat installiert so das es eine Mischrechung für die Vorlauftemperatur gibt wegen den enorm dicken Wänden die machen das zwischen Aussen und Innentemperatur es 24-48 Std Verzögerung gibt (ausser es windet..)


      In dem Zimmer mit dem Thermostat, alle Heizkörper voll aufgedreht und die Heizkurve runterguliert bis ich 21 ° in dem Zimmer hatte. Habe 3 Wochen dafür gebraucht (was einiges über die thermische Inertie des Hauses aussagt und der schlecht eingestellten Heizkurve).

      Fazit Vorlauf heute bei -2° 29° und Rücklauf um die 22°, in dem letzten Monat den höchsten Vorlauf den ich gemessen habe ist 35°, da funktioniert die Sonnenheizung zu 100%.

      Und siehe das der Ölverbrauch ist zusammengebrochen, um die 10l/tag, was 1.8KW/m2 entspricht, man kann seine Daten in ConsoBat (einspeisen) und die rechnen das mit den Aussentemperaturen aus die von den Wetterstationen kommen.

      Sprich ich verbrauche weniger als ein Minergie P Haus, und das ohne Isolierung der Aussenwände, nur 10cm auf dem Dach und auch nur doppel Isolierung der Fenster und ohne Temperatur Absenkung. Sprich alles was nicht dem Standard entspricht den man heute verlangt.
    • Hi moleson,

      Ja bei Altbauten brauchst du dank der thermischen Speicherwirkungen der Wände nicht so wild an den Heizkurven rumstellen (oder vom Computer stellen lassen) wie im total abgedämmten Neubau mit Lüftungsanlage. Persönlich würde ich nur auf Innenthermostat setzen und das Aussenthermostat komplett aus der Anlage rausschmeissen. Hab ich bei meinem SO so gemacht (Backsteinbau) das vereinfacht die Einregulierung und mich interessieren eh nur die Innentemperaturen.

      Zur weiteren Optimierung würde ich dir noch empfehlen Heizthermostate mit mittlerer Intelligenz zu verbauen, aber die Absenkung bei Abwesenheit nicht auf die Spitze zu treiben, das bringt nix, du schiesst über das Ziel hinaus und musst dann quasi wieder die Wände nachheizen. Je nachdem was du vielleicht schon an Hausautomation verbaut hast findet man hier ganz gute Produkte:

      tink.de/heizung/thermostate/heizkoerperthermostate

      In Massen automatisch nachreguliet bringen unterm Strich noch ein paar Prozent Energieeinsparung, die Intelligenz muss aber in jedem Raum sitzen.

      Wenn dein Dach zwar gedämmt ist (wobei einer 100er Dämmung eher mau ist, ich würde mindestens 220er installieren da ist Kosten-Nutzen-Effekt noch gegeben) aber der Dachboden nicht genutzt sein sollte als Wohnbereich würde ich an deiner Stelle die Decke zum Dachboden nachdämmen, dann solltest du schon das rechnerische Optimum was Energieeinsparung anbelangt aus dem Haus rausgeholt haben.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Moin!

      Danke für den interessanten Bericht - bei mir ist / war es fast die gleiche Lage wie bei Dir. Mein Haus ist gute 400 Jahre alt, Mauerwerk und Dach wie Du es beschrieben hast.

      Als Sekundärwärmequelle habe ich zwar keine Solaranlage; ich speise mit einem Allesbrenner-Kessel parallel zum Heizkreis des Ölkessels ein.

      Bei Deinen Verbräuchen (18.0000 / 6.000 l ?!?! 8| ) muß ich mal doof fragen: Wieviel qm² beheizt Du denn? Ich habe hier ca. 300m² beheizte Wohnfläche und liege bei maximal 2.000l im Jahr bei einer Solltemperatur von 22°C im Referenzraum (der Raum, wo das Innenthermostat hängt).

      Bei -10 Grad Außentemperatur liegt Delta-T (Die Heizungsmokel sagen da Spreizung zu, also die Temperaturdifferenz
      zwischen Vor- und Rücklauf) von ~12°C bei einem Vorlauf von ungefähr 48-50°C. (Anmerkung: Mein Kessel geht nie unter 38 Grad; er fährt also kaum vor. ) Ich bin eher ein Freund von etwas höheren Vorlauftemperaturen; Wasser nimmt Temperatur ja nicht linear auf; soll heißen: Es braucht mehr Energie, kaltes Wasser auf Temperatur zu bringen als die Temperatur von bereits warmem Wasser anzuheben. Anders ausgedrückt: Der Brenner läuft länger, wenn das Wasser von 20 auf 40 Grad aufgeheizt werden soll als von 30 auf 60...

      Den Abgleich machte ich genau wie Du: Alle Thermostatköpfe auf und über Heizkurve die Wunschtemperatur anfahren; dauert in der Tat zwei Wochen aber wenn sich das erstmal eingependelt hat... Weitere Einsparmaßnahmen die sehr effektiv waren: Die Anpassung der Brennerleistung. In den meisten Fällen sind die Ölbrenner heillos überdimensioniert, hat man früher wohl so gemacht. Habe also eine Düse mit geringerem Durchsatz eingebaut und den Kessel entsprechend eingestellt. Rauchgastemperatur absenken so weit wie möglich. Alles was an Wärme durch den Kamin geht ist kacke. Regelmäßig den Kessel aufmachen und die Züge reinigen. Es gibt da extra so Kesselbürsten, mit denen man gut dazwischen kommt. Jeder mm Ablagerung isoliert die Flamme gegen das Wasser; bringt also Verlust.

      Moleson schrieb:

      Fazit Vorlauf heute bei -2° 29° und Rücklauf um die 22°, in dem letzten Monat den höchsten Vorlauf den ich gemessen habe ist 35°,
      Fährst Du das Wasser mit diesen Temperaturen direkt ins Heizystem, hast also eine Weiche vor dem Kesselkreis? So niedrige Temperaturen sind für den Kessel eigentlich nicht so der Hit - Stichwort: Kondensatbildung. Habe bei meinem Kessel bsp. eine Minimaltemperatur von 38 Grad - niedriger geht die Regelung auch gar nicht.

      Das nächste Vorhaben nach Erweiterung der Tankanlage ist die Realisierung einer eigenen Steuerung mit einer Siemens-Logo SPS; Ich hätte gern eine frei programmierbare Regelung mit der ich mehr Sensoren auswerten bzw. Aktoren anfahren kann.

      Anbei noch eine Excel Datei zur Visualisierung der Heizkurve, hat mir gute Dienste geleistet.
      Dateien
      • Heizkurve.xls

        (17,41 kB, 75 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Die 13'000 l waren als das Dach noch nackt war, es null Dämmung zum Speicher gab und die Fenster von 1901 sowie auch die Haustüre.
      Die m2 sind 620m2, wobei die Räume sind 260m hoch und im Speicher der auch bewohnbar ist und geheizt und zwischen Boden und dem höchsten Punkt müssen es etwa 8m, heisst m3 ohne Ende.

      Die Geschichte mit dem Vor und Nachlauf tangiert die Frage der Sonnenheizung, wenn diese mir 35° im Januar liefert und ich fahre das System mit 50/38° dann nützt die mir herzlich wenig. Wenn aber der Vorlauf sich um die 30° ein pendelt und der Nachlauf bei 22°, was ich raus gefunden habe bei mir funktioniert ist sie plötzlich mit 100% dabei, sprich der Ölverbracuh sinkt dramatisch.

      Es ist eben das Kombo, Sonnenheizung/Ölheizung was komplet daneben eingestellt war, mit dem Resultat das die Sonnenheizung nur ab April bis Sept nützlich war, was nicht Sinn der Sache war. Sprich die haben mir erzählt so tiefe Vorlauf Temperaturen gehen nicht, was eben nicht stimmt wenn du diese idiotische Absenkung ab stellst. Denn das System boostet jedes mal am Ende der Absenkung die Vorlauftemperatur.

      Das Problem Minmal Temperatur stellt sich bei mir nicht bei der Ölheizung, denn sie heizt den oberen Teil des Sonnenspeicher und der ist immer auf 55° für das Warmwasser. Die Vorlauftemperatur wird erreicht indem erst-einmal der Speicher nach und nach von unten nach oben geleert wird. Also wenn ich 30° brauche, mischt er den unteren Teil mit dem oberen, oder braucht nur den unteren Teil je nachdem. Und dann wird es wenn es noch zu heiss ist bei dem Vorlauf durch Mischung mit dem Nachlauf eingestellt.

      Heute zb ist die Ölheizung kein einziges mal angesprungen mit der jetzigen Regelung, heisst ich fahre am 24 Februar auf 800m Höhe 100% Sonnenheizung.

      Was mich massloss ärgert ist das kein Heizungsspezialist in der Lage war das raus zu finden, was ich aus versehen rausgefunden habe als ich 4 Wochen nur mit Holze heizen musste und mich gewundert habe, wie wenig ich verbrauchte.

      Ölheizung ist ein Kondensteil, da geht nicht mehr sehr viel durch den Schornstein. Musste ich auswechseln, Feinstaub, Nox Normen und so ein Schmarren. Fazit das neue tolle Teil stand 4 Wochen still.
    • Hallo zusammen,

      in meinem alten Haus, (Reihenmittelhaus, Bj. Anfang der 1970 er Jahre, 17 cm Aussen-Wände ohne Dämmung, (alte) Doppelfenster) gab es (Mitte der 1980-er Jahre) einen Kombi- Kessel mit einem getrennten (Brötje) Ölbrenner (den hätte man auch noch mit Koks beschicken können) . Diese Brenner hatte eine komplett übertrieben große Düse eingebaut und ich konnte alle paar Monate ein paar Eimer Ruß aus dem Kessel kratzen.... Verbrauch waren etwa 6500 Liter Öl. Mischer wurde von Hand betrieben (Nachts runter, tagsüber rauf).

      Ich habe den Brenner mit verschiedenen Düsen in seiner Leistung heruntergefahren, solange er noch betriebssicher lief. (Ich glaube das war von einer 0.8 er Düse auf eine 0.5 er Düse)
      Am Schornstein hatte ich ein Abgaspyrometer eingebaut und mit der kleinsten Düse lag ich immer noch mit der Abgastemperatur sehr hoch und deutlich über der Versottungstemperatur. Auch die Betriebszeiten des Brennes hatte ich mit einem Betriebsstundenzähler aufgezeichnet. Die Abschaltzeiten waren noch sehr lang.

      Letztendlich habe ich den Brenner gewechselt und einen MAN Raketenbrenner eingebaut (kleinste Type), Damit konnte ich den Ölverbrauch auf rund 3000 Liter im Jahr senken. Zusätzlich habe ich noch eine elektirsch betriebene Rauchgasklappe eingebaut.
      Dieser Brenner hatte ein 0.3 er Düse und war ein "Blaubrenner". Damit war auch das Dreckkratzen so gut wie beendet...

      Nachteil war, dass man nicht mehr "Dauerbaden" konnte und eine 2. Person etwas warten musste, bis das Wasser wieder aufgeheizt war. Wir konnten damit aber leben, ggf. hätte die nächst größere Düse wohl das "Pronlemchen" behoben....

      Diesen Brennen hörte man allerdings über den Kamin in den anliegenden Räumen etwas, was mit dem alten Brenner nicht der Fall war.

      Die Investition hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

      Durch die manuellen Steuerung des (Vorlauf-) Mischers konnte ich den Wärmebedarf recht schnell anpassen und schon bald wusste ich, wie weit ich den Mischer aufdrehen musste, bis sich die "richtige" Temperatur einstellte. KISS

      Abends von den Schlafengehen runter gedreht, morgens nach dem Aufstehen hoch gedreht...

      Mit einer thermostatisch gesteuerten Steuerung und Thermostatventilen hätte man den Verbrauch sicher nochmals etwas drücken können.

      Ich denke es lohnt sich auch den Auslegungspunkt des Brenners zu überprüfen und sich ein Abgaspyrometer für den Schornstein zu besorgen.
      Sowie die Stillstandszeiten im Auge zu behalten.

      Gruss, Udo
    • Moleson schrieb:

      Was mich massloss ärgert ist das kein Heizungsspezialist in der Lage war das raus zu finden, was ich aus versehen rausgefunden habe als ich 4 Wochen nur mit Holze heizen musste und mich gewundert habe, wie wenig ich verbrauchte.
      Das hört man öfter. Mirhat ein Anlagtenmechaniker für Heizung und Sanitär (Vulgo: Heizunksmokel :D ) mal bei einem Bier erzählt, daß das oft durchaus Absicht ist. Grund sei, daß man vermeiden möchte, daß der Kunde mit Reklamationen kommt von wegen "ich habe beim Kacken einen kalten Arsch gehabt - bessern Sie nach und zwar kostenlos!" Das sei übrigens auch einer der Gründe, warum die meisten Kesselanlagen bzw. Brenner zu hoch dimensioniert ausgelegt werden. Failsafe halt.
      In Zeiten der heutigen Energiepreise fällt das natürlich dann DOCH dem einen oder anderen, der sich wie wir mal intensiver mit dem wichtigsten Stück Technik in seinem Haus befasst unangenehm auf....

      Udo (DL 8 WP) schrieb:

      Zusätzlich habe ich noch eine elektirsch betriebene Rauchgasklappe eingebaut.
      Udo, das habe ich auch auf dem Zettel. :) Hatte sich das (messbar) bemerkbar gemacht?
      Für interessierte Mitleser: Die Rauchgasklappe öffnet beim Brennerstart automatisch und schließt, wenn sich der Brenner abschaltet. Soll verhindern, daß durch den immer vorhandenen Luftzug des Schornsteins durch den Kessel Wärme flöten geht.

      Moleson schrieb:

      Bei mir ist das Problem sicher nicht der Brenner bzw die Ölheizung, sondern die Effiziente Aussnützung der Sonnenheizung
      Entschuldigung - das ging aus deinem Erstbeitrag für mich so nicht hervor. Ich dachte, es geht um die Heizungsanlage generell.
      Wir sprechen also über die Optimierung einer Solarthermieanlage? :?:
    • @ Daywalker:

      Udo, das habe ich auch auf dem Zettel. Hatte sich das (messbar) bemerkbar gemacht?

      Also das ist zwischenzeitlich sehr lange her, den Einzeleffekt kann ich heute nicht mehr genau definieren. Der neue Brenner mit der viel kleineren Düse hat allerdings den Haupteffekt gebracht.

      @ Moleson:

      Wenn Du mit der Solar-Thermie-Anlage eine Vorlauf Temperatur um 30 Grad bekommst, stellt sich mir die Frage, ob ein weiteres Element auf dem Dach hier Abhilfe schaffen könnte ?

      Wie gut sind denn Deine Rohre gedämmt von den Kollektoren auf dem Dach bis zur Heizung ?
      Hast Du mal gemessen wie hoch die Temperatur am Kollektoren- Ausgang (auf dem Dach) ist, und wie hoch im Heizkeller ?
      Es gibt so schöne, inzwischen billige, Infrarot Thermometer mit denen man sowas gut checken könnte....

      Ist die Ausrichtung der Kollektoren "zur Sonne hin" optimal ?

      Ggf. wäre der der Einsatz von Vakuumröhren Elementen eine Abhilfe ? (-> ein Freund hat solche Röhren auf dem Dach, da muss er im Sommer aufpassen dass die Temperatur nicht zu hoch wird (Siedepunkt der Mischung....) )

      Würde auch mal recherchieren, ob es sowas wie eine kleine "Wärmepumpe" gibt, die das Temperaturniveau ggf. "heraufsetzen" könnte.
      Allerdings müsste man den Aufwand an elektrischem Strom vorher gut abschätzen......
      Würde mir im Sinne von "Preparedness" bei Stromausfall nicht wirklich gefallen....

      Solltest Du jemals Deine Heizanlage modifizieren, bzw. Dein Haus umbauen, wärst Du mit einer Vorlauftemperatur um 30 Grad schon recht nahe an dem, was man für eine Fussbodenheizung gut einsetzen kann ...

      Hier könnte man z.B. die wichtigsten Räume mit Fussbodenheizung für die "Grundwärme" ausrüsten und mit (den bestehenden) Radiatoren weiter zuheizen, sofern erforderlich. Das wäre für mich der Königsweg. ist zwar aufwändig, aber auf Dauer sicher auch angenehm. Damit könntest Du die Träge Reaktion der Fussbodenheizung bei Wärmebedarf eliminieren.

      In meinem jetzigen Haus habe ich im unteren Stockwerk Fussbodenheizung und oben konventionelle Radiatoren.

      Allerdings reagiert die Fussbodenheizung recht träge (was Regelungsmöglichkeit betrifft) und bei massiver Sonneneinstrahlung (große Fensterflächen im Wohnzimmer mit SW Ausrichtung) wird es auch mal "zu warm".

      Das dürfte allerdings in Deinem Haus mit den "dicken Wänden" (und wohl kleinen Fensterflächen ?) eher nicht das Problem sein, denke ich ....
      ....

      Weiter vorne hast Du einen Speicher beschrieben, der sich für mich anhört wie ein "Schichtenspeicher". Sowas kenne ich nur für Warmwasser Produktion.
      Kannst Du mal beschreiben, was Du damit machst ?

      Gehen da die Kreisläufe von Solarthermie, Ölheizung und Holzöfen mit jeweils einem eigenen Wärmetauscher rein (also 3 Wärmetauscher in diesem Speicher drin ?)
      Und das für die Heizung ?

      Heizungsmonteure sind schon so "Spezialisten". Meiner hatte den Mischer für die Fussbodenheizung falsch rum angeschlossen. Wenn es draußen kalt war, wurde es drin kalt und wenn es warm war, wurde es drin warm. ... Das musste ich ihm erst mal zeigen...

      Weiterhin hatte er keine Einzelregelungen für die Zimmer mit Fussbodenheizung vorgesehen und da mussten wir dann mit Funksystemen nachrüsten (= Mist)

      Ausserdem war im System soviel Dreck, dass der filigrane Wärmetauscher in der Heizung sich dauernd zu setzte....

      Erst durch mein drängen auf EInbau eines zu reinigenden Filters brachte hier Abhilfe....

      Gruss, Udo

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Udo (DL 8 WP) ()

    • Udo (DL 8 WP) schrieb:

      Wenn Du mit der Solar-Thermie-Anlage eine Vorlauf Temperatur um 30 Grad bekommst, stellt sich mir die Frage, ob ein weiteres Element auf dem Dach hier Abhilfe schaffen könnte ?
      Die Vorlauf Temperatur wird durch den Bedarf des Hauses bestimmt. Von der Sonnenheizung kriege ich warmes Wasser das ich gebrauchen kann wenn dieses über der Vorlauf Temperatur liegt die ich brauche. Ein weiteres Element ändert daran gar nichts, es bringt nur mehr Energie rein. Wenn du die wenige Sonne (ich rede jetzt über die Zeit der Sonnenstrahlung) des Winters kompensieren will, ist die Anlage massiv überdimensioniert. Es geht nicht anders als in den zwei Sonnenärmsten Monaten das Haus mit einer anderen Quelle zu heizen.

      Udo (DL 8 WP) schrieb:

      Wie gut sind denn Deine Rohre gedämmt von den Kollektoren auf dem Dach bis zur Heizung ?
      Hast Du mal gemessen wie hoch die Temperatur am Kollektoren- Ausgang (auf dem Dach) ist, und wie hoch im Heizkeller ?
      Es gibt so schöne, inzwischen billige, Infrarot Thermometer mit denen man sowas gut checken könnte....
      Der Unterschied ist marginal bei mir



      Udo (DL 8 WP) schrieb:

      Ggf. wäre der der Einsatz von Vakuumröhren Elementen eine Abhilfe ? (-> ein Freund hat solche Röhren auf dem Dach, da muss er im Sommer aufpassen dass die Temperatur nicht zu hoch wird (Siedepunkt der Mischung....) )
      Bringt kaum etwas ausser Kosten, die Wasser Temperatur ist effektiv höher im Winter, jedoch produzieren die nichztmehr W/m2 und haben die Tendenz wegen der guten Isolation im Winter mit Schnee bedeckt zu bleiben.

      Udo (DL 8 WP) schrieb:

      Würde auch mal recherchieren, ob es sowas wie eine kleine "Wärmepumpe" gibt, die das Temperaturniveau ggf. "heraufsetzen" könnte.
      Allerdings müsste man den Aufwand an elektrischem Strom vorher gut abschätzen......
      Würde mir im Sinne von "Preparedness" bei Stromausfall nicht wirklich gefallen....
      Die Temperatur setze ich ja jetzt mit der Ölheizung rauf. Es handelt sich darum den Ölverbrauch zu minimieren. Wärmepumpe ist nicht so der bringer wegen dem elektrischen Strom.
      Ich bin das als Ersatz an eine Stückholzheizung dran. Muss noch sehen wie ich sie dimensionnieren kann anhand der Ölverbrauch und der Wasserspeicher. Hab keine Lust 2x Tag Holz nach zu füllen.
      Wäre aber Prepper mässig Top, denn sich mal 3 Jahre Holz hin zu stellen ist keine grosse Sache. Allerdings würde ich on top die Ölheizung behalten und dann kann ich wirklich 3-4 Jahre autonom sein. Bleibt noch die Frage einer minimaler elektrizität Versorgung die ich brauche für die Umlaufpumpen, dem Heizungskomputer und dem Holzgebläse sowie der Ölbrenner, wäre aber mit einem Dieselgenerator, PV Anlage + Batterie zu lösen

      Udo (DL 8 WP) schrieb:

      Weiter vorne hast Du einen Speicher beschrieben, der sich für mich anhört wie ein "Schichtenspeicher". Sowas kenne ich nur für Warmwasser Produktion.
      Kannst Du mal beschreiben, was Du damit machst ?

      Gehen da die Kreisläufe von Solarthermie, Ölheizung und Holzöfen mit jeweils einem eigenen Wärmetauscher rein (also 3 Wärmetauscher in diesem Speicher drin ?)
      Und das für die Heizung ?
      Es ist ein Schichtspeicher von 6'000l. Mit 3 verschiedenen Wärmetauschern. Der obere wir mit der Ölheizung bzw Sonnenheizung geführt, die beiden unteren mit der Sonnenheizung. Und entnommen wir je nach Bedarf oben, mitte oder unten.

      Wenn ich eine Stückholzheizung einbauen würde, würde ich wahrscheinlich einen zweiten Speicher einbauen lassen. Dann einen einfachen der einfach bis 80° gefühlt wird, den ersten Speicher füttert und wenn es auf 40° runter ist, wirft man das Feuer wieder an.




      Was eigentlich der Sinn des ganzen Post ist, ist das ich nicht verstehe warum mein Haus, dessen Wände ungedämmt sind, das Dach nur 10cm Glasswolle hat und die Fenster nur eine 2 Verglasung haben, sich verhält von der Vorlauftemperatur wie eine Fussbodenheizung wenn ich ganz normale Heizkörper habe.
    • Hallo Moleson,

      die 70 cm dicken Wände haben von sich aus schon einen recht guten Dämmwert, den Du mit den dünnen Wänden eines modernen Hauses erst mal mit Dämm-Materieien generieren musst....

      Wenn das in den Wänden Lehm und Stroh ist und dicke Steine ev. Fachwerk mit Holz (?) ist das bereits eine recht gute Dämmung.

      Vor allem hast Du eine gute Wärmespeicherkapazität in der Masse dieser Wände. Im Winter bleibt es drinnen lange warm und im Sommer wird es nicht so schnell zu heiss.
      Sowas baut man heute nur aus Kostengründen nicht mehr und mit so einer Konstruktion bekommst Du auch nicht die Nettowohnfläche moderner Häuser. Ist aber eigentlich eine gute Sache...

      ....

      10 cm Dachdämmung ist nicht viel (welches Material ist das ?), aber besser als nichts.

      Wenn Du da noch was verbessern willst, zuerst am Dach ansetzen, dann ev. Fenster.

      Es gibt da moderne Materialien (wie z.B. "Neopor"), die mit etwa 10 cm Dicke die Wärmedämmung von etwa 30 cm Mineralfaser "können". Ausserdem sind diese Materialien noch begehbar.
      Haben wir gerade bei meinem Sohn eingebaut - ein Haus von 1964, mal sehen, was sich da an Einspaarung bis nächstes Jahr "tut". Vorher war überhaupt keine Dämmung im Dach drin. Gefühlsmäßig hat sich eine gewisse "Wohligkeit" im obern Stockwerk eingestellt, aber schauen wir mal, was die Gas-Rechnung zeigen wird.

      Bei der ganzen Betrachtung des Themas "Temperatur des Vorlaufs" und Dämmung, sollte man auch ein Augenmerk darauf legen, wo sich an/in den Wänden der Taupunkt befinden wird.
      Dazu müsste man aber Anhaltspunkte zu der Wärmedurchgangszahl/Dämmwerte der Wände haben.

      In der Praxis bedeutet das, dass Du möglicherweise Feuchtigkeit an oder schlimmer in den (dicken) Wänden generierst, was auf Dauer zu Schimmelbildung führen könnte.

      Dieses Thema würde ich mal zumindest grob abschätzen wollen, damit Du Dir mit der ganzen Sparerei nicht ggf. ein anderes Problem generierst.... und das Haus ggf. durch Schimmelbefall nicht mehr bewohnbar ist. Ich will Dich nicht verrückt machen, aber das sollte man zumindest grob abschätzen und das so "einstellen", dass man "auf der sicheren Seite" ist und sowas nicht passiert. Ich gehe aber mal davon aus, dass die alten Wände auch gut diffusionsfähig sind (?)

      Gruss, Udo
    • Die Frage ist lohnt sich das 400m2 Dach mit 20cm zusätslicher Verdämmung zu versehen oder die Fassaden (die in die Scheune ist gedämmt) mit horrend teueren isolierputz zu versehen (180.-/m2), und das sind 180m2. Irgendwo müsste ich 60'000 für das Dach investieren und 32'000 für die Aussenwände.

      Wenn ich sehe nach der verbesserten Einstellung der Rück und Vorlauf der Heizung habe ich jetzt bei dem sonnigen Februar (Nachts geht es schon unter null) habe ich einen Energie Verbrauch unter einem Minergie P+ Haus.



      Muss dann mal sehen wie das in den Monaten Dezember und Januar läuft, aber selbst wenn ich da 2'000 l verbrate kann ich lange warten das zu amortisieren. Er würde es etwas bringen eine Stückholzheizung zu installieren, das kriege ich gegenüber dem Heizöl für die Hälfte des Preises.
    • Hallo Moleson,

      bist Du sicher, dass das System in das Du die Verbräuche der 12 Tage eingegeben hast, das richtig rechnet (und auch für so kurze Zeiträume ausgelegt ist ?)

      Woher hast Du die Liter des verbrauchten Heizöls ? Hast Du da einen präzisen Durchflusszähler ?

      Wie hast Du die Solaranlage und die Holzöfen in den Energie - Verbrauch mit eingerechnet ?

      Diese Energie Inputs gehören auch dazu, wenn Du ein Haus beurteilen willst (nicht nur das Öl).

      Die Verbräuche der 12 Tage sind auch nicht repräsentativ für ein gesamtes Jahr (Extrapolieren der Verbräuche dieser 12 Tage macht da mbMn keinen Sinn), sondern Du müsstest ein paar Jahre haben zum Vergleich, auch mit kalten oder warmen Wintern. schaltest Du im Sommer die Heizung komplett ab und erzeugst Dein warmes Wasser nur mit der Solaranlage ?

      Zum Thema Kosten und Amortisation:

      Das kann man nach verschiedenen Kriterien sehen.

      In der Regel sagt man, alles was sich nicht in 10 Jahren amortisiert,"lohnt sich nicht"....

      Wenn Du das Thema Dach und Fassade angehst, stellt sich mir die Frage, "wie gut" ist der aktuelle Zustand noch, wie lange hält das ggf. noch ?

      Musst Du sofort, oder kurzfristig, unbedingt Sanierungsmaßnahmen durchführen ? Dann hättest Du auch "Eh da" Kosten mit drin .... und eine bessere Dämmung würde wohl nicht eine so hohe Differenz ausmachen (?)

      Die Zahlen die Du da genannt hast für die Investition erscheinen mir sehr hoch. Allerdings ist es auch ein großes Haus und Arbeit ist in CH sehr teuer.... Es stellt sich mir die Frage, ob es da nicht noch andeere Möglichkeiten gäbe, wie Beispielsweise eine vorgehängte Fassade. (oder steht das Haus unter Denkmalschutz ?)

      Weiterhin wäre es interessant zu wissen, wie hoch der Materialanteil, der Arbeitsanteil, die Gerüstkosten etc. für diese Arbeiten sind.

      Dazu stellt sich mir die Frage dann, ob Du davon irgendwas selbst machen könntest um diesen Betrag deutlich zu senken....

      GGF. eine Ausschreibung an eine ausländische Firma ?

      Wenn Du mit Holz heizt, scheint das im ersten Moment billiger, aber wie setzt Du Deine Arbeit (zum Holz machen) an, oder kaufst Du das Holz "Ofenfertig" zu ?

      Wie lange kannst Du ggf. die Holzarbeiten noch machen bis Du das von den Kräften her nicht mehr schaffast ?

      Diese Dinge würde ich mal checken / kontrollieren.

      Vergiss bitte das Thema Taupunkt nicht !

      Gruss, Udo
    • Das System rechnet richtig, denn es berechnet Tag für Tag die sogenannten Grad/Tag (Anhand von Wetterdaten). Der Witz ist einfach, wenn Sonne ist, selbst wenn es unter Null ist, bringt die Sonnenheizung enorm viel weil ich einen (aus mir unerfindlichen Gründen) sehr tiefe Vorlauf Temperatur habe.

      Im Sommer bzw ab April, schalte ich die Ölheizung komplett ab und erst gegen mitte October wieder an, aber das war bevor ich auf die Idee kam das man die Heizkurve massiv senken kann. Ich hatte heute 55° aus der Sonnenheizung...
      Ich kann nicht extrapolieren und in den Monaten Dez/Jan wird der Verbrauch massiv steigen, aber wenn ich ein bisschen extrapoliere über was ich verbraucht habe als Holz + Sonnenheizung als die Ölheizung kaputt war sagt mit das ich normalerweise maximal 2'000l in diesen 2 Monaten verbrauchen werde.

      Die Holzöfen laufen im Moment nicht, ausser der Holzherd in der Küche, das ist aber marginal, wenn du dir die 620m2 des Hauses anschaust.

      Die Fassade ist top und es muss nichts gemacht werden, steht unter Denkmalschutz und wäre eh eine Schande sie zu verpacken. Da geht nur dieser spezieller Verputz (fixit.ch/aerogel/pdf/upload/14…n%20mit%20viel%20Luft.pdf)

      Das Dach wurde vor 20 Jahren eben mit 10cm Glaswolle gedämmt, die Ziegel sind 50 Jahre als aber extrem Hochwertige aus einer Ziegel Fabrik der Nähe die Unverwüstbare Dachziegel produziert hat, die sind heiss gesucht.

      Also ausser die Fenster im Speicher zu ersetzen, die sind jetzt auch > 20 Jahre alt steht nichts an.

      Die Zahlen die ich genannt habe, kommen von Anfragen, es ist halt teuer, ich verdiene aber auch entsprechend.


      Taupunkt, kein Problem in den letzten 20 Jahren, dürfte wohl keiner werden

      Selbst machen, nee.. Ich habe ein ganzes Haus schon einmal komplett alleine renoviert, das reicht und bei den Dimensionen des jetzigen Haus denke ich nicht daran das alleine zu stemmen.

      Holz ist selbst Offenfertig 50% billiger als Öl wenn ich eine Anlage habe die Meterscheite frisst. Wenn ich die 4m Baumstämme vor das Haus liefern lasse und die selber zerlege wird es peanuts. Aber wahrscheinlich wird Öl immer teurer werden (CO2 Abgaben zb) und es ist ja so, das ich die Öl Anlage nicht rauswerfe die bleibt immer noch mit den 6'000 l Öl als Backup.

      Und im Moment sehe ich nichts was sich in 10 Jahren amortisieren lässt. Hingegen sehe ich das mein Rente aufgebessert werde muss, wenn ich sie nehme und ich besser mein Geld dort reinstecke.

      Was den richtigen Verbrauch betrifft, zum ersten habe ich keinen Volumenmesser mit T° in der Sonnenanlage, zum anderen interessiert mich nur was ich an Öl verbrauche, der Rest ist ja gratis.
    • Hallo Moleson,

      also ich denke Du hast in dem Haus nicht 10 Familien wohnen (die alles auf 30 Grad heizen wollen), dann würde ich mir für die kalten Monate ein paar kleinere gemütliche Zimmer als "zentralen Kern-Rückzugsort" einrichten, so wie die Leute das auch früher gemacht hatten - Wohnküche (hast DU ja schon), ev. Wohnzimmer, Arbeitszimmer,ev. Kinderzimmer, Schlafzimmer wird bei und sowieso kaum geheizt, da wir mit offenem Fenster schlafen (hier ist es aber nicht so kalt).

      Wenn Du da noch eventuell sehr große Räume hast, die intensiv nur heizen, wenn Du sie auch benutzen willst....

      Der Zustand des Hauses klingt ja sehr gut, da würde ich dann "ohne Not" erst mal nichts machen, da Du energetisch eigentlich schon "traumhaft gut" liegst.

      So eine schöne alte Fassade abzuhängen ist absolut nicht gut.

      Auch das Thema Holz scheint ja interessant zu sein und wenn Du das "körperlich packst", prima.

      EIn weiteres Invest würde für mich aus der Fernsicht nicht wirklich Sinn machen.

      Wichtig ist natürlich das alles auf einem guten Niveau zu erhalten.

      Fenster stehen energetisch nach dem Dach an 2. Stelle, aber bei Eurem niedrigen Gesamt-Verbrauch, wird das nicht wirklich einen "großen Batzen" Einsparung ausmachen. Wichtig ist natürlich dass die dicht sind und es nicht irgendwie reinregnet.....

      Freu Dich an diesem schönen großen alten Haus !

      Gruss, Udo

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    • Der "Rückzugsbereich im Winter" macht sehr viel Sinn bei den Größenverhältnissen.

      Was sich noch lohnen kann ist, dass man in diesem Rückzugsbereich die Dämmung in der Decke zum Dachboden optimiert. Dann hat man nur für Teilbereiche die Dämmkosten.

      Lohnt sich aber nur wenn die Deckenschüttung in den Kassetten zwischen den Deckenbalken nicht optimal ist. Hat man schon eine ordentliche Lehm/Sand/Reststeinschüttung drin dann bringt auch eine zusätzliche Dämmung kaum was. Hat man da halbleere Einfachungen kann man Perlite nachschütten.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.