"Stromkoffer" als Notfallhilfe

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    • "Stromkoffer" als Notfallhilfe

      kaernten.orf.at/news/stories/2986483/




      Nach den schweren Unwettern im Vorjahr hat der Zivilschutzverband nach Lösungen gesucht, um eine stromlose Zeit zu überbrücken. Es wurde ein Stromnotkoffer entwickelt, der mit Sonnenenergie aufgeladen wird und bis zu zwölf Stunden Strom liefern kann.

      ORF Kärnten schrieb:



      Durch die vielen entwurzelten Bäume rissen im Vorjahr auch viele Stromleitungen. Dutzende Haushalte, zum Beispiel in Bad Eisenkappel, waren tagelang ohne Strom. Darunter auch Häuser, deren Photovoltaikanlage von einer funktionierenden Stromversorgung abhängig sind. Eine mögliche Lösung auch für Haushalte ohne Photovoltaikanlage ist im Krisenfall der Stromkoffer.
      ORF
      Das Photovoltaikelement des Prototyps ist so groß wie eine Tischplatte


      Strom für Heizungssteuerung und Licht

      Er ist so groß wie eine Autobatterie und wird mit einem angeschlossenen Solarpaneel aufgeladen, damit er im Notfall bereit ist. Die Batterie hat auch noch ein Jahr nach dem Aufladen genug Energie, um den Haushalt für zehn bis zwölf Stunden mit dem Notwendigsten zu versorgen. Anton Podbevsek vom Zivilschutzverband hatte die Idee dazu. Nach dem Zusammenbruch der Stromversorgung in Bad Eisenkappel habe er im privaten Bereich getüftelt. Es sollte im Winter die Heizung noch funktionieren, entweder mit Notstromaggregat oder auf andere Weise: „Da gab es den Kontakt mit der Solarwirtschaft in Kärnten mit der Frage: Wie schafft man das berühmte Einkaufssackerl Strom?“
      ORF
      Am Koffer kann man Geräte anstecken


      Aufladen dauert bei Sonne drei Stunden

      Der Stromkoffer kann immer wieder aufgeladen werden. Bei Sonnenschein dauert es drei Stunden, bei bewölktem Himmel bis zu sechs Stunden, bis er voll ist. Kärnten Solar entwickelt das Projekt nun weiter, sagte Geschäftsführer Michael Jaindl: „Der Haupteinsatzzweck ist die Versorgung im Krisenfall. Wir reden nicht davon, die Vollversorgung zu gewährleisten, sondern dass prinzipiell notwendige Abläufe in einem Gebäude aufrechterhalten werden können. Heizungssteuerung, Umwälzpumpe, eventuell Kaffeemaschine und Handys sowie ein Mindestmaß an Beleuchtung.“
      Kernstück sei ein Batteriespeicher, so Jaindl, dazu ein Laderegler, damit man die Energie aus dem Solarpaneel übernehmen könne, und ein Wechselrichter, um die Energie aus der Batterie in haushaltsübliche Spannung umzuwandeln.
      ORF
      Es reicht für Licht, Handyladegeräte, kleinere Kühlschränke und die Heizungssteuerung


      Diplomarbeit öffnete Schülern die Augen

      Die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Spittal arbeitete tatkräftig an der Umsetzung der Idee des Stromkoffers mit. Sie schrieben eine Diplomarbeit, unterstützt von Solarexperten. Für die Schülerinnen war es eine ganz neue Erfahrung, sagte Teamleiterin Natalie Moser. Wenn man merke, dass Strom nicht selbstverständlich sei, bekomme man ein stärkeres Bewusstsein dafür.
      Der Stromkoffer soll bald auf den Markt kommen und samt kleinem Solarpaneel 800 bis 900 Euro kosten, so Jaindl. Man wolle das Gerät in den nächsten Wochen zur Marktreife bringen und mit Herstellern verhandeln. Es gebe noch Verbesserungsmöglichkeiten in der Elektronik, wie der Prototyp zeigt. „Wir sind zuversichtlich, dass es bis Mitte des Sommers im Handel erhältlich sein wird.“ Der Stromkoffer für den Krisenfall sorgt auch schon in anderen Ländern für Interesse, sagte Anton Podbevsek vom Kärntner Zivilschutzverband.



      Das Projekt klingt erstmal spannend. Ohne Leistungsdaten des "Stromkoffers" kann man jedoch nicht wirklich Rückschlüsse ziehen.
      Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.
    • Wenn das eine "Plug and Play" Lösung ist im Sinne von: Panel aufstellen und "idiotensicheren Anschluss an den Koffer" und dann ein normales Stromkabel und zu Hause in die Steckdose einstecken zu können, das wäre optimal. (vermute das geht nicht, weil Elektrischem Kram (Inselbetrieb währenddem man noch am "grossen Netz" angeschlossen ist.))

      Deshalb muss die "Nutzerfreundlichkeit sehr genau unter die Lupe genommen werden.
      Kann die "Oma" das Nutzen? Mal schauen...
    • Was ich an dem Projekt toll finde, Mal ganz weg von Leistung des Gerätes, ist das sich junge Menschen zu so einem Thema Gedanken machen. Das zeigt ja eigentlich das langsam der ein oder andere aufwacht und sich mit Vorsorge beschäftigt.
      Und wenn durch solche Projekte bzw die Berichterstattung über so etwas noch ein paar mehr Menschen vorsorgen hat es sich schon gelohnt