Bandschutzvorkehrungen 230V im eigenen Haus

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    • Bandschutzvorkehrungen 230V im eigenen Haus

      Ich mach hier mal einen Thread auf wo jeder Brandschutzinstallationen beim 230V-Stromnetz vorstellen kann, vielleicht kommen da ja gute Ideen zusammen.

      über 30% der häuslichen Brandschäden entstehen ja durch Elektrizität:

      ifs-ev.org/schadenverhuetung/u…n/brandursachenstatistik/

      Das ist für mich ein Grund das Thema jetzt auch im persönlichen Bereich mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Was ich bis Jahresende plane ist meine Unterverteilung in der Wohnung komplett zu überarbeiten. Da der Blitzschutz auch schon älter ist wird es auf eine Totalrevision hinaus laufen. Dabei plane ich die vorhandenen Sicherungsautomaten gnadenlos zu entsorgen. Diese will ich mit BS/LS-Automaten ersetzen.

      Die meisten Leute haben von den Dingen noch nie was gehört, obwohl sie einen enormen Sicherheitsgewinn bringen. Diese Lastschutz-/Brandschutzschalter bieten Schutz vor seriellen und parallelen Fehlerlichtbögen, Schutz vor überstrom (überlast oder Kurzschluss), einen internen überspannungsgeräteschutz und Schutz vor elektrisch gezündeten Bränden gemäß DIN VDE 0100-420.

      Für den elektrotechnisch nicht bewanderten Menschen: normale Sicherungen lösen nicht immer aus, wenn Lichtbögen entstehen und dadurch Kabelbrände. Diese Teile können das aber messen und kappen dann die Stromzufuhr auf dem entsprechenden Stromkreis. Gleichzeitig können die aber „gute“ Lichtbögen erkennen wie z. B. Beim Einschalten eines Elektromotors wo die minimal ja auch vorkommen etc.

      Kein anderes Schutzgerät, weder der Leitungsschutzschalter, FI-Schutzschalter noch ein Sicherungssystem, kann diese Gefahr vor Lichtbögen so zuverlässig erkennen. Fehlerlichtbögen entstehen z. B. durch lose Kontakte oder Isolationsfehler und können gefährliche Brände verursachen. Brandschutzschalter erkennen frühzeitig Störungen und schalten sicher ab, bevor ein Brand entsteht.

      Die Dinger gibt es z.B. Von Siemens auch in der Breite einer Teilungseinheit falls man seine Unterverteilung schon ziemlich voll geknallt hat. Ich werde dann hier das mit Fotos dokumentieren wenn ich Mitte November mit dem Umbau loslege.

      Welche brandschutztechnischen Installationen habt ihr bei 230V ?
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Ciao Bärti

      Da du mit der von dir beschriebenen Massnahme nur das Risiko in deiner Wohnung nicht jedoch im Rest des Hauses senkst, erachte ich den Effekt gegenüber dem Aufwand / Investition nicht als zielführend. Falls möglich würde ich eher ein wenig Zeit in die Sensibilisierung der restlicheh Hausbewohner und allfällige gemeinsame Investitionen stecken.

      Beste Grüsse von einem ehemaligen Sicherheitsberater / Kontrolleur von Elektrohausinstallationen.
      Eeny Meeny Miney Moe
    • Hi Sam,

      aus diesem Grund (möglicher Brand in einer anderen Wohnung in einem in meinem Fall Altbau von 1890 mit 11 Wohnungen) habe ich schon einige Vorkehrungen getroffen bzw. treffen lassen (bin im Haus zum Glück Vorsitzender der Eigentümer und hab damit recht viel Entscheidungsgewalt). Mit diesen sollte ein Brand jeweils maximal auf eine Wohnung beschränkt bleiben.

      Im gesamten Haus gibt es 56 Rauchmelder/Brandmelder. Jeweils 4 pro Wohnung und der Rest ist im Treppenhaus bzw. im Keller. Feuerwehr braucht nur kurz zu uns, die sind ca. 400m entfernt. Somit sollte ein Brand in einer anderen Wohnung oder im Keller schnell gelöscht sein.

      Bleibt noch Kontamination durch Rauch/Ruß und damit verbundene Giftstoffe. Das kann ich über meine Wohnungstür ausschließen die neben RC4 Wiederstandsklasse auch eine RS-Tür ist und die ist wirklich dicht.

      Somit steht für mich in erster Linie die Brandvermeidung in meiner Wohnung selbst im Vordergrund, sollte es an einem anderen Ort im Haus brennen hab ich gute Chancen das unbeschadet zu überstehen. Da ich im Dachgeschoss wohne stellt sich auch nicht die Problematik von Löschwasserschäden wenn nicht gerade das Dach in Flammen steht.

      Bis eine Geschoss-Decke durchbrennen würde (nach oben) würde es lange dauern. Sind zwar Holzbalkendecken aber mit ca. 25cm Lehm-/Steinschüttung da hier extrem dicke Balken verbaut wurden. Bis da was durchbrennt dauert. Dazu noch Eichenbalken.

      Die hatten sich damals hier beim Hausbau extrem Mühe gegeben, da es ein Gründerzeitaltbau für die Offiziere der damals vorhandenen Kaserne gewesen ist. War und ist hier ein Mischgebiet wo solche Häuser dann neben Arbeiteraltbau-Gebäuden stehen, die dann wiederum aus wesentlich minderwertigeren Materialien errichtet wurden.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Bärti schrieb:

      Bleibt noch Kontamination durch Rauch/Ruß und damit verbundene Giftstoffe. Das kann ich über meine Wohnungstür ausschließen die neben RC4 Wiederstandsklasse auch eine RS-Tür ist und die ist wirklich dicht.

      Somit steht für mich in erster Linie die Brandvermeidung in meiner Wohnung selbst im Vordergrund, sollte es an einem anderen Ort im Haus brennen hab ich gute Chancen das unbeschadet zu überstehen. Da ich im Dachgeschoss wohne stellt sich auch nicht die Problematik von Löschwasserschäden wenn nicht gerade das Dach in Flammen steht.
      Durch Brandgase, die an der Fasade hochziehen, können bei Dir auch Fensterscheiben platzen und Brände in der Wohnung auslösen.
      Treppe aus Holz?
      Was ist, wenn die Feuerwehr schon wo anderst im Einsatz ist?
    • in Hamburg hast du genug Wehrzüge.

      Vorderfront zurückversetzte Dachfenster durch darunter liegendes Gesims und Abstand zum Gesims vor Brandüberschlag geschützt.

      Rückfassade Balkon aus Metall über ganze Hausbreite. Balkonboden quasi doppelwandig durch Sichtschutzmetallprofile auf Unterseite, dann Metallträger auf denen Gehwegplatten liegen. Das hält eine Weile bei Brand.

      Seitenfassade: kein Fenster unter meinem Fenster in darunter liegende Wohnung.

      Treppenhaus Betontreppen (war damals eine Besonderheit) mit Eisenträgern. Bodenbelag Treppenhaus B1-Klasse also schwer entflammbar, da hatte ich damals als das Treppenhaus renoviert wurde drauf geachtet.

      ......und zum Glück keine Wärmedämmung an der Fassade.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Steigleitungen zu dem Wohnungen wurden vor meiner Zeit im Haus alle Unterputz verlegt. Scheinbar war da mal in einer alten Esse die zum Treppenhaus hin aufgebrochen wurde, dann die Kabel zu den Wohnungen rein und anschließend komplett vermörtelt. Aus diesem Steigweg dann in die Wohnungen rein, auch Alles Unterputz bis zu den Wohnungsverteilern jeweils neben den Eingangstüren.
      Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.
    • Hoi Bärti

      Beachte -> Du hast nicht nur für elektrischen Strom Steigleitungen sonder auch für: TV, Internet, Wasser, Gas, Abwasser etc..... Je nachdem reicht das einfache zupflastern mit normalem Mörtel für den Brandfall nicht aus. Normalerweise schliesst man solche Löcher / Durchgänge mit einem Mix aus Brandabschottung und Steinwolle. Diese hält im Brandfall der Wärme / Gase stand und fällt nicht einfach wie ein grosser Propfen runter.

      Beste Grüsse
      Eeny Meeny Miney Moe