Nahkampf?

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    • Das Thema Nahkampf hatten wir noch nicht so, oder?

      Wie ist das nun? Ich mein, in meiner Jugend hatte ich Taekwondo betrieben für ein paar Jahre... das war schon nicht schlecht (der Trainer damals sagte, dass wenn wir mal in einen Kampf kommen sollten auf der Straße sollte das nicht lange hin und her gehen... 1-2 Treffer/Griffe unsererseits beim Gegner und der Kampf sollte vorbei sein).

      Aber wie ist das nun mittlerweile? Bei uns in der Umgebung gehören wirklich ALLE Taekwondo-Vereine komplett den Jungs vom Bosporus und ich denke auch nicht mehr, dass dies DIE beste Möglichkeit ist sich im SHTF-Fall effektiv verteidigen zu können.

      Wir haben doch eine Menge richtige "Krieger" hier, oder? Was ist derzeit bei der Armee so Usus? Krav Maga?
    • Mache seit ich denken kann KK, angefangen bei Shotokan Karate über Boxen und bin bei *ing*ung (Abkürzung für WingTsun Derivate) hängengeblieben. Ich habe bis vor 4 Jahren als WT Ausbilder in einer Schule in Bochum unterrichtet, bin dann berufsbedingt (und Geldbedingt) nach dem 1.TG zum WSL (WongShunLeung) VingTsun gewechselt und trainiere nun nur noch zuhause (Frau / Kids).

      Takewondo ist ein Wettkampfsport und für den SV Fall nur bedingt zu gebrauchen.. KravMaga, obwohl schwer gehyped kommt wenn du eine gute Schule erwichst einem gute SV System sehr nah. Bei den ing*ung Derivaten muss du gute 3 Jahre investieren um den richtigen Körpertonus der die Schlagpower bringt zu erreichen. Ist halt ein geschlossenes System wobei KravMaga eher eine ToolBox ist. Escrima oder Kali würde ich auch noch empfehlen, kann man gut mit der Leidenschaft zu guten Klingen kombinieren :)
      „Panzergrenadiere : Dran..Drauf..Drüber...“
    • Meine Nahkampfkenntnisse beschränken sich auf ein paar harmlose Schulhofraufereien. Ganz ehrlich? Ich bin in solchen Fällen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einfach nur ein Opfer - Ich würde versuchen meine Größe gewinnbringend für einen FirstStrike einzusetzen und dann so schnell wie möglich abhauen. Kraft ist durchaus vorhanden und ich würde mal sagen, dass dort, wo ich hinlange, einige Zeit kein Grad wächst - jedoch bin ich auch ein Bewegungstalent im negativen Sinne und würde jemandem, der das gelernt hat und auch öfter anwendet, haushoch unterlegen sein.

      Mein Vorteil ist aber wohl, dass ich mir dessen durchaus bewusst bin....
      Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.
    • scavenger schrieb:

      Meine Nahkampfkenntnisse beschränken sich auf ein paar harmlose Schulhofraufereien. Ganz ehrlich? Ich bin in solchen Fällen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einfach nur ein Opfer - Ich würde versuchen meine Größe gewinnbringend für einen FirstStrike einzusetzen und dann so schnell wie möglich abhauen. Kraft ist durchaus vorhanden und ich würde mal sagen, dass dort, wo ich hinlange, einige Zeit kein Grad wächst - jedoch bin ich auch ein Bewegungstalent im negativen Sinne und würde jemandem, der das gelernt hat und auch öfter anwendet, haushoch unterlegen sein.

      Mein Vorteil ist aber wohl, dass ich mir dessen durchaus bewusst bin....
      In einer Ausnahmesituation, z.b einem Szenario wo die öffentliche Ordnung zusammen gebrochen ist reicht es zu wissen das man eine Klinge diagonal zieht und nicht damit sticht :) Die richtig fiesen Schläger sind auch keine Kampfkünstler sondern haben nur das erforderliche Maß an Brutalität.
      „Panzergrenadiere : Dran..Drauf..Drüber...“
    • Geht jetzt etwas an der Ausgangsfage vorbei, aber da KAB die Sache mit den richtig fiesen Schlägern erwähnt...

      ...bei uns im Krav sind auch Boxer ( wir boxen ja sowieso recht viel), aber die Aussagen sind eindeutig.
      In gewissen Verteidugungssituationen hilft Dir das nicht viel, darum ergänzen sie mit den Techniken vom Krav Maga.

      Bei uns sind auch ein paar Bundeswehrler, die das Training eben in ihrer Freizeit machen, da sie es eindeutig gut finden, was gelehrt wird.
      Ich habe nicht den Eindruck, dass bei der Bundeswehr gezielt Krav Maga als das Mittel zum trainieren eingesetzt wird.
      Fast erstaunt es mich, da es ja aus der Armee entstanden, auf Nahkampfverteidigung ausgelegt ist und äußerst hilfreich sein kann.


      LG, Survival
      ~ Nunquam Non Paratus ~
    • @Legend :)


      Also zu meiner BW Zeit (88-91) wurde auf der Kampftruppenschule im E.K Nahkampf "gezeigt" :) ein Uffz-Kollege der im Stall wo Rene Weller herkommt geboxt hat hat dem Ausbilder dort mal die Grenzen seines Systems aufgezeigt :)

      Fuer alle KravaMaga interessierten aus dem Ruhrpott kann ich AtTheBase empfehlen. Den Eigentümer Joshi kenn ich schon sehr lange. Der hat vorher sehr lange WingChun (WC) trainiert. Ist auch ein sehr geiles Studio
      „Panzergrenadiere : Dran..Drauf..Drüber...“
    • Nahkampf hatte in der BW noch nie einen hohen Stellenwert und es hing immer an der Eigeninitiative einzelner. Auf dem Einzelkämpferlehrgang wurde es rudimentär ausgebildet und auch auf ausländischen Lehrgängen wie z.B. den Französischen Stage Commando die ich besuchen durfte. Dort ging es allerdings anders zur Sache als bei der Bundeswehr. Das ändert sich nur langsam...

      In jungen Jahren habe ich auch wie andere mit Karate begonnen und sehe das heute sehr sinnvoll um eine Basis zu haben. Streng genommen ist es allerdings eine besondere Form der Körperertüchtigung und -beherrschung, Konzentrationsübungen, trainieren der Reflexe. Hat mit dem wirklichen Leben wenig zu tun, obwohl da, wo man trifft, kein Gras mehr wächst. Vielleicht später darüber... [sarkasmusoff]

      Mich haben gemeinsame Trainings mit Polizisten, die im täglichen Zugriffseinsatz stehen, weiter gebracht. Horizonterweiterung zum Thema Hebeltechniken und Einblicke in WT. Auch Einführungen in das Thema Messer-, Stockkampf und der mit diversen Hilfsmitteln. Für den Polizeieinsatz sehr übungsaufwändig, für den Notwehreinsatz recht einfach und mit wenig Aufwand zu erlernen.

      Nahkampf/SV ist allerdings deutlich mehr als nur Technik. Das beherschen der gesetzlichen Grundlage ist Voraussetzung. Eine mentale vorbereitung zwingend erforderlich. Und dann haben es die Franzosen beim CEC4 für mich auf den Punkt gebracht: Technik, Schnelligkeit und AGGRESSIVITÄT. Dieser Aspekt wird leider oft unterschlagen oder ist vielen von uns aberzogen worden, ist aber der Wichtigste. Allerdings auch nicht einfach zu trainieren...

      Aus heutiger Sicht halte ich WT in seinen verschiedenen Formen, Krav Maga, Sambo und für intensiv Trainierende Hapkido und Aikido für sehr brauchbare Technik-Schulen zur SV/Nahkampf. Ich bin ein Freund weniger und effektiver Techniken geworden, die auch nachts um 3 aus dem Tiefschlaf funktionieren. Mit oder ohne Hilfsmittel.

      Wolfgang
    • Grundsätzlich ist Waffenlose Verteidigung, das was man braucht um die Zeit zu gewinnen sich mit einer Waffe zu verteidigen. Egal was, jeder Argumentations Verstärker bringt hundert mal mehr als jede krasse Technik.

      Sonst sollte man bei einfachen Sachen bleiben, die man beherrscht ohne 3 mal die Woche üben zu müssen.

      Lee Morrisson ist eine gute Adresse, mal seine youtubes schauen youtube.com/results?search_query=lee+morrison

      Sonst sich einen Argumentations verstärke zulegen und mit dem üben,zb den, den ich in der Hand halte, kann aber auch ein Pfefer Spray sein.
    • @Legend
      Ganz entscheidender Punkt. Der westliche Mann wurde gepraegt durch das Christentum und den 68ern weitgehend entmaennlicht was grundsätzlich gegen die Natur gerichtet ist.

      Kann dieses Werk empfehlen ueber die Psychologie des Zweikampfes
      amazon.de/Physiologie-Psycholo…erteidigung/dp/3927553026

      Aus der Praxis kann ich berichten das speziell die Vorkampfphase kulturellen Eigenheiten unterliegt. Der orientalische Mann ist in der Vorkampfphase damit beschäftigt und somit abgelenkt laut, seine angeblichen Staerken wie auf einem Basar zu beschwoeren. Schlaegt man sofort und hart zu ist die Verwunderung sehr gross. Nicht falsch verstehen, bin kein Anhaenger von sinnfreier Gewalt, aber ein grosser Freund von gepflegter Thymus Spannung :)
      „Panzergrenadiere : Dran..Drauf..Drüber...“
    • Hallo zusammen

      Ich betreibe seit ca. 10 Jahren wöchentlich KravMaga und kann diese Art des Nahkampfs sehr empfehlen. Davor habe ich mehrere Jahre Jiu-Jitsu gelernt. Im Krav ist die Antwort auf eine Kampfsituation jeweils einfach, effizient und schnörkellos. Zum Training erscheint man quasi in Strassenkleidung, was den Vorteil hat dass man in einer realen Situation nicht einen Reverswurf via Kimono o.ä. an einem T-Shirt versucht. Es gibt nur wenige Grundschritte (hervorzuheben ist der Y-Schritt) und nach der Verteidigung gegen den Angriff folgt meist ein schlichter Faustschlag ins Gesicht oder ein Knietritt, punkt.

      Grundsätzlich kommt es meiner Meinung nach aber weniger auf das System an (jedenfalls deutlich weniger als dieses Thema in den wüsten Diskussionen in KK-Foren und innerhalb der Kampfkünste debattiert wird), als auf den Schüler und den Lehrer. Egal WAS man trainiert, es reicht schlicht nicht, ein oder zweimal im Leben an einem Wochenendkurs für Selbstverteidigung gewesen zu sein. Wer nicht mehr Zeit in die Thematik investieren will, ist wenn schon mit einem dreiteiligen Pfefferspray-Kurs besser beraten. Ausserdem muss der Lehrer fähig sein, auf die Besonderheiten seiner Schüler einzugehen, was leider bei weitem nicht auf alle SV-Trainer zutrifft. Meiner Meinung nach vorsichtig sollte man bei unbekannten Systemen mit martialisch klingenden Namen sein deren Trainer sich mit nebulös klingenden Auszeichnungen brüsten. Ein gratis Probetraining ist ein MUSS, und die Möglichkeit eines 10er-Abos o.ä. zum Anfangen eine gute Einstiegsmöglichkeit.

      LG,
      Azrael
    • Schnittbewegungen mit dem Messer haben mehrere Vorteile.

      - Es ist nahe zu unmöglich ab zu wehren.
      - Man erreicht sehr schnell Bewegungsunfähigkeit des Gegner, denn das was am ersten zerschnitten wird sind die Hände und Arme vom Gegner
      - Man wird ihn wahrscheinlich nicht umbringen.

      Im Gegensatz zu stechen, wo die Kampfunfähigkeit mit dem Blutverlust einhergeht und dem ableben des Kontrahenten.
    • Der größte Unterschied liegt nicht zwischen den Kampftechniken selber sondern zwischen Theorie und Praxis. Was man im Training kann und was man dann in einer adrenalingeschwängerten Stressituation noch kann sind zwei paar Schuhe. Ich selber habe jahrelang Shotokan Karate trainiert und war bei Wettkämpfen ganz gut, aber ob ich das - wenn es notwendig ist - so auch auf die Strasse bringe ... keine Ahnung. Vermutlich fehlt mir hierzu die notwendige Brutalität oder die entsprechende sch... drauf Einstellung.